Forschungsprojekt «LéXPLORE»: Dem Seewasser auf den Grund gehen

Seen liefern Trinkwasser. Sie sind Lebensraum von Fischen, Kleintieren und Pflanzen und sie laden an heissen Sommertagen zum Bade. Doch zunehmend setzen etwa Nähr- und Schadstoffe aber auch der Klimawandel ihre empfindlichen Ökosysteme unter Druck. 

Steigt die Temperatur des Seewassers laufend an, verändert sich die Zusammensetzung des Planktons. Forscher befürchten, dass sich Blaualgen oder sogenannte Cyanobakterien künftig verstärkt ausbreiten und damit das Trinkwasser und die Fischerei beeinträchtigen können.

«Seen agieren über nationale Grenzen hinaus als empfindliche Frühwarnsignale für Umweltveränderungen», sagt Gewässerphysiker und Eawag-Direktionsmitglied Alfred Johny Wüest. Er hat zusammen mit seinem Kollegen Bas Ibelings von der Universität Genf das Projekt «LéXPLORE» initiiert und leitet es auch. Die ETH Lausanne (EPFL) beteiligt sich ebenfalls. Herzstück des Projekts bildet die gleichnamige Forschungsstation. Mit ihr sollen täglich Temperatur und Wind registriert, Strömungsgeschwindigkeiten erfasst sowie Licht und Turbulenzen festgestellt werden. Überdies soll sie Daten zu Sauerstoff und Kohlendioxid im Wasser sammeln, zu verschiedenen Algengruppen und zu natürlichen sowie künstlichen Substanzen.

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