Engadin: Das Geisterhotel tief im Tal

Engadin: Das Geisterhotel tief im Tal

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Teaserbild-Quelle: Aconcagua (talk) wikimedia CC BY-SA 3.0

Das Kurhotel Val Sinestra bei Sent im Unterengadin ragt elf Stockwerke in die Höhe. Der holländische Bauingenieur Peter Kruit kaufte das Gebäude 1978 – ohne zu wissen, dass hier schon jemand lebte: der unheimliche Hermann.

Hotel Val Sinestra.
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BITLAKE / pixabay.com

Hotel Val Sinestra.

Der frischgebackene Hotelier wandelte das einstige Kurhaus Val Sinestra in ein Hotel um. Seither hat er immer mindestens einen Gast. Denn es heisst, auch im Winter, wenn der Betrieb ruht, sei das Hotel niemals ganz leer. Der ominöse Gast wandelt durch die Räume. Hermann, so wurde er getauft, ist jedoch alles andere als normal; er soll nämlich ein Geist sein.

Dass es im Kurhotel nicht mit rechten Dingen zuging, bekam der neue Besitzer bereits bei seinem Einzug zu spüren, wie in diversen Zeitungsberichten nachzulesen ist. Als Kruit die Tür öffnete, habe aus den Tiefen ein lautes Grollen gedröhnt. Voller Angst rannte der Holländer davon und raste mit dem Auto nach Sent zurück. Aber am nächsten Tag kam er wieder – schliesslich war der sakral anmutende Bau jetzt sein Eigentum.

Seither geraten in dem Gemäuer Schlüsselanhänger unerklärlicherweise ins Schwingen, verriegelte Fenster öffnen sich von allein wieder, und beim Betreten der ehemaligen Bäderetage beschleicht viele Besucher das Gefühl, dass noch jemand – oder etwas – ganz nah bei ihnen ist.

Auch für Wanda Hopmann fühlt es sich so an. Sie leitet das Hotel mit Peter Kruit zusammen. Es störrt sie jedoch nicht, dass hier offenbar ein Geist wohnt. Schliesslich sei er nicht bösartig. Die Holländerin war es übrigens auch, die dem Gast aus dem Jenseits seinen Namen gab.

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Kauffrau in Ausbildung / Redaktion Baublatt