Superlative Twin Towers

Superlative Twin Towers

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Teaserbild-Quelle: zvg
Im Gewerbeareal Kalchbühl entsteht zurzeit ein neues Einkaufs- und Gewerbecenter. Das Projekt kostet 125 Millionen Franken und ist eines der grössten Bauvorhaben, das in der Stadt Chur je realisiert wurde. Zu ihm gehören auch die beiden Hochhäuser Twin Towers.
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Die Zwillingstürme (hier eine Fotomontage) sind das Herzstück des neuen Einkaufs- und Gewerbecenters. Sie werden auf dem Dach des Sockelbaus errichtet.
 
Als die Churer Stadtregierung der Baugesellschaft City West die Bewilligung für deren Einkaufs- und Gewerbecenter erteilte, war dies für alle Beteiligten ein besonderer Augenblick. Für die Investorengruppe, weil sie seit mehreren Jahren darauf gewartet hatte; für die Hauptstadt des Kantons Graubünden, weil sie mit ihrer Zustimmung eines der grössten Bauvorhaben ihrer Geschichte ermöglichte. Und für das im Westen der Stadt gelegene Quartier, in dem das Einkaufs- und Gewerbecenter gebaut wird, weil mit ihm auch zwei 80 Meter hohe Zwillingstürme mit je 24 Stockwerken entstehen. Wie Architekt Thomas Domenig vom Büro Domenig Architekten AG, Chur, sagt, werden die Twin Towers «das bisherige Gesicht des Viertels markant verändern». Gebaut wird das Projekt auf dem Areal Kalchbühl.
 

Städtebaulicher Akzent gesetzt

Die Twin Towers gelten als das Herzstück. Sie sind das Zentrum des 20000 Quadratmeter grossen Areals und bilden nicht nur den räumlichen Abschluss des gesamten Komplexes, sondern setzen auch einen städtebaulichen Akzent. Neben den Zwillingstürmen umfasst das Projekt einen Sockelbau, auf dem die Hochhäuser errichtet werden, ein Parkhaus im Untergeschoss mit 480 Plätzen und zwei oberirdische Parkebenen mit weiteren 200 Plätzen. Insgesamt 125 Millionen Franken wendet die Baugesellschaft für das gesamte Vorhaben auf. Für die verkehrstechnische Erschliessung zahlt sie weitere drei Millionen Franken. Dafür werden verschiedene Strassen um das Einkaufs- und Gewerbecenter ausgebaut. Der Neubau ist natürlich auch mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen. So wird der Stadtbus direkt vor dem Mall-Eingang halten.
 

Türme mit anderer Nutzung

Die Gewerberäume finden sich im Sockelbau. In den beiden Türmen sind andere Nutzungen vorgesehen. So befindet sich im ersten Hochhaus ein Hotel mit 49 Zimmern. Darüber sind mehrere Stockwerke für Büros geplant. Im Zweiten kann der untere Teil flexibel genutzt werden, etwa für ein Fitnesscenter oder Arztpraxen. Der Rest ist für Wohnungen reserviert. Die Fassade der Türme soll in weissem Metall, Beton und Glas ausgeführt werden. Die um die Türme freiliegende Fläche, die als Dach des Sockelbaus dient, wird begrünt. Der Bau wird im Minergiestandard realisiert und eine kontrollierte Lüftung aufweisen.
 
Wie Domenig erklärt, haben sich für die Räume des Sockelbaus schon Interessenten gefunden. So soll im Erdgeschoss der Grossverteiler Coop einziehen.
 
Die Vorbereitungsarbeiten für das Bauvorhaben haben bereits im Oktober letzten Jahres begonnen und sind nun abgeschlossen. Zu diesen gehörte neben dem Aushub auch die Stabilisierung des Untergrunds. Der Boden auf dem das Einkaufs- und Gewerbecenter errichtet wird, lässt nämlich ein bisschen nach. Deshalb mussten zahlreiche Pfähle in den Untergrund getrieben und 30 Meter tief verankert werden. Jetzt, da dies erledigt ist, können die eigentlichen Bauarbeiten in Angriff genommen werden.
 

Der Architekt ist auch Investor

Geplant sind zwei Etappen: Zuerst werden das Parkhaus und der Sockelbau realisiert, danach die Türme 1 und 2. Der Sockelbau soll im Oktober 2011 fertiggestellt werden, ein Jahr später folgen die beiden Hochhäuser. Für Domenig ist es wichtig, den Zeitplan einzuhalten. Als einer der Investoren – er hat sich mit seiner Firma Domenig Immobilien AG, Chur, am Bau finanziell beteiligt – und als Architekt liegt   ihm das Einkaufs- und Gewerbecenter und dessen Realisierung besonders am Herzen. Die Twin Towers sind für Domenig jedoch nicht das erste Hochhausprojekt, das er in Chur realisieren wird. Er hat schon die Hochhäuser des Lacuna-Quartiers entworfen. Unter den Gebäuden dieses Viertels befindet sich auch eines, das mit seinen 24 Stockwerken derzeit der höchste Bau des Kantons Graubünden ist. Florencia Figueroa