Siedlung Hornbach Zürich: Der Grundstein ist gelegt

Siedlung Hornbach Zürich: Der Grundstein ist gelegt

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Teaserbild-Quelle: zvg

Im Seefeld-Quartier in der Stadt Zürich entstehen mit der Siedlung Hornbach unter 125 gemeinnützige Wohnungen vorwiegend für Familien. In diesen Tagen wurde der Grundstein für das 100-Millionen-Projekt gelegt.

In unmittelbarer Nähe zum See wird die Siedlung Hornbach realisiert. In den bis zu sechs Stockwerken hohen Bauten werden inskünftig 125 Wohnungen Platz finden – mehr als 70 Prozent davon sind für Familien gedacht. Entsprechend werden auch eine Kindertagesstätte für 24 Kinder sowie ein Hort für bis zu 75 Kinder gebaut. Des Weiteren entstehen in der neuen Siedlung Gewerbeflächen und ein Werkhof für Grün Stadt Zürich. Das Projekt stammt aus der Feder von Knapkiewicz & Fickert AG Architekten aus Zürich und war 2012 als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen.

Den Grundstein legten letzte Woche die beiden Stadträte André Odermatt (Vorsteher Hochbaudepartement) und Daniel Leupi (Vorsteher Finanzdepartement) gemeinsam mit Beteiligten aus dem Amt für Hochbauten. Wie es in einer Mitteilung heisst, werde mit der neuen Siedlung ein wichtiger Beitrag zur sozialen Vielfalt im Seefeld geleistet. „Bisher lag der Anteil an gemeinnützigen Wohnungen im Kreis 8 deutlich unter dem Durchschnitt“, so der Finanzdirektor. Nun entstünden endlich weitere bezahlbare Wohnungen. Auch der Baudirektor zeigt sich erfreut: „Dass wir heute diesen Grundstein legen können, zeigt, dass gemeinsam Lösungen gefunden werden.“

Damit spricht er auf einen rekursbedingten Planungsstopp an, der das Projekt verzögert hatte. Bürgerliche Exponenten wehrten sich gegen die „günstige Vermietung von Luxuswohnungen in der gemeinnützigen Wohnsiedlung“. Der Stadt wurde vorgeworfen, dass sie Geld verschwenden würde. Dennoch nahmen die Stadtzürcher Stimmbürger im Juni den Objektkredit in Höhe von 100,7 Millionen Franken mit 65,7 Prozent Ja-Stimmen deutlich an. Danach gab es aber keine Ruhe. Verschiedene Anwohner rekurrierten gegen den Gestaltungsplan und die Änderung des Zonenplans. Sie wehrten sich dagegen, dass unmittelbar neben einer schützenswerten Siedlung mit zweigeschossigen Bauten ein Neubau mit bis zu sechs Stockwerken entstehen soll.

Den eigentlichen Anstoss für die Wohnsiedlung gab eine Motion von CVP und EVP im Jahr 2008 für Wohnbauförderungen in den Quartieren Seefeld und Riesbach. In der Stadt Zürich gibt es im Schnitt rund ein Viertel gemeinnützige Wohnungen; im Kreis 8 liegt der Anteil etwa bei sechs Prozent. (mt/sda)