Inertstoffdeponie neben Belchentunnel geplant

Inertstoffdeponie neben Belchentunnel geplant

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Teaserbild-Quelle: Astra Infrastrukturfiliale Zofingen
Inertstoffdeponie neben Belchentunnel geplant

Beim Südportal des Belchentunnels soll eine Inertstoffdeponie entstehen. Sie soll den Bauschutt aufnehmen, wenn die bestehenden Tunnelröhren saniert werden.

Bauarbeiten für den Belchen-Sanierungstunnel
Quelle: 
Astra Infrastrukturfiliale Zofingen

Bauarbeiten für den Belchen-Sanierungstunnel

Die beiden richtungsgetrennten Doppelspurröhren des Belchentunnels aus den 70er-Jahren müssen instand gesetzt werden, wofür eigens ein 500 Millionen Franken teurer Sanierungstunnel gebaut wird. 2021 soll er betriebsbereit sein. Danach werden die beiden alten Röhren nacheinander saniert. Der anfallende Bauschutt soll in einer neuen Inertstoffdeponie beim Südportal gleich neben dem Tunneleingang landen. Inertstoffe sind Materialien, die sich nicht an gefährlichen chemischen Prozessen beteiligen: Aushub, Beton, Ziegel oder Glas.

2 bis 4 Millionen Kubikmeter

Die Deponie würde auf einer Fläche von 12 Hektaren mit einem Volumen zwischen 2 bis 4 Millionen Kubikmeter – je nach Ausführungsvariante – auf dem Gemeindegebiet von Hägendorf SO entstehen. Das Projekt haben die Bürgergemeinde Hägendorf als Eigentümerin des Areals, das Bauunternehmung Tozzo AG in Bubendorf BL und die Java Rückbau-Recycling AG aus Riedholz SO gestartet, wie das "Oltner Tagblatt" berichtet.
Die Bürgergemeinde hat mit den beiden Betreiberfirmen bereits einen Dienstbarkeitsvertrag abgeschlossen, in dem Details wie die finanzielle Abgeltung geregelt sind. Der Standort der Deponie gleich neben dem Tunnel bietet vor allem den Vorteil der kurzen Transportwege. Es gäbe auch keinen Verkehr durchs Dorf, weil die Zufahrt über die Werkausfahrt der Autobahn erfolgen könnte.

Astra unterstützt Projekt

Das Bundesamt für Strassen (Astra) unterstützt gemäss der Zeitung das Projekt. Das Raumplanungsamt des Kantons Solothurn dagegen sehe den Bedarf für die Deponie noch nicht genügend ausgewiesen. Es gebe noch genügend freies Volumen für Bauschutt: Nächstes Jahr solle eine neue Deponie bei Oensingen in Betrieb gehen, und das Volumen der bestehenden Deponie in Hauenstein-Ifenthal werde verdoppelt. (pd)