Exklusives Wohnen im Turm

Exklusives Wohnen im Turm

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Teaserbild-Quelle: Bild: Mobimo-AG
Luxuswohnungen hoch über den Dächern der Stadt und ein Designhotel entstehen im neuen Mobimo Tower in Zürich. Seit Anfang Mai 2010 ist der Turm im Rohbau fertig erstellt. Inzwischen läuft der Innenausbau auf vollen Touren.
 
 
Zwar steht der Mobimo Tower mit seinen «nur» 24 Stockwerken und einer Höhe von 81 Meter äusserlich etwas im Schatten seines Nachbarn, des um 45 Meter höheren Prime Tower. Bezüglich Exklusivität braucht sich der auf einer Grundfläche von 1400 Quadratmetern errichtete fünfeckige Bau aber nicht zu verstecken. Auf den obersten 14 Stockwerken entstehen 53 luxuriöse und entsprechend hochpreisige Eigentumswohnungen, in den unteren zehn Etagen das ebenso exklusive Designhotel «Renaissance Zurich Tower Hotel» mit 300 Zimmern, Ballsälen, Restaurant, Bar, einem 1000 Quadratmeter grosser Konferenz- sowie einem Spa-Bereich.
 
In seiner äusseren Gestaltung lehnt sich der vom Basler Architekturbüro Diener & Diener entworfene Bau diskret an die Hochhäuser von Chicago an, jener Stadt also, die als Geburtsstätte der Wolkenkratzer gilt. Der Turm präsentiert sich als eine vielgestaltige Skulptur in einem architektonischen Ensemble: Seine Hülle nimmt je nach Blickwinkel eine andere Silhouette an, und die unterschiedlichen Fenstergrössen zaubern eine Struktur auf die Fassade aus römischem Travertin.

Klare Formensprache

Die 53 Wohneinheiten verfügen über Grundrisse zwischen 88 Quadratmetern (Loft) und 324 Quadratmetern. Hotel- und Wohnnutzung sind durchlässig: Jedem Wohnungseigentümer steht es frei, Servicedienstleistungen des Hotels – von der Raumpflege über den Ticketservice bis zum Limousinenservice – zu nutzen oder eben nicht. In Sachen Innenarchitektur setzt man ebenfalls auf Luxus: Dunkle Eichenholzböden und Kalksteinwände werden mit Boffi-Küchen und Bädern aus dem Hause Bagno Sasso abgerundet. Ausgestattet wird das Hotel vom Innendesignbüro Cabone Interior Design aus Wolfhalden. Claudio Cabone zählt mit seinen Entwürfen für Fünfsternehotels zu den gefragtesten Designern Europas. Seine Interieurs sind geprägt von einer klaren Formsprache, handwerklicher Präzision und ausdrucksstarken Materialien. Licht und Farben spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
 
Das «Renaissance Zurich Tower Hotel» wird von der SV Schweiz AG mit der Marriott International als Franchisegeberin betrieben. Nach Angaben von Marriott International sind die 300 Zimmer aufgeteilt in 153 Standard-Zimmer mit Kingsize-Betten, 35 Superior-Zimmer mit Kingsize-Betten, 77 Zimmer mit Double/Double-Betten, elf Junior-Suiten, elf Executive-Suiten, eine Grand Suite mit 88,5 Quadratmeter, eine Presidential Suite mit 136 Quadratmeter sowie elf barrierefreie Zimmer mit Kingsize-Betten.
 
Das Hochhaus wird im Auftrag der Immobiliengesellschaft Mobimo durch die Marazzi Generalunternehmung AG errichtet. In der Planungsphase waren verschiedene Konstruktionsvarianten geprüft worden. Aus wirtschaftlichen Gründen wählte man als statisches Konzept schliesslich eine Pfahl-Platten-Fundation und für die Obergeschosse einen Skelettbau in Beton. Das Tragwerk besteht aus Ortbeton und einer vorfabrizierten Betonkonstruktion der Aussenwände. Für die Konstruktion des Gebäudekerns kam ein System mit Kletterbühnen und Teleskopschachtbühnen zum Einsatz. Als Bauweise für die Obergeschosse wählte das mit den Rohbauarbeiten betraute Bauunternehmen Anliker AG, Emmenbrücke, jene des vorauskletternden Kerns.

Die Fundamentplatte und die Umfassungswände im Untergeschoss beziehungsweise in der Einstellhalle sind in wasserdichtem Stahlbeton gebaut. Die Geschossdecken, der Gebäudekern sowie die Tragstruktur sind ebenfalls aus Stahlbeton, die Wohnungstrennwände und die nicht tragenden Innenwände in einer Leichtbauweise konstruiert. Die Unterlagsböden sind als schallhemmende, schwimmende Estriche ausgeführt.
 
Die Aussenfassade besteht aus Naturstein, einem römischen Travertin mit grob geschliffener Oberfläche. Dahinter liegt eine Wärmedämmung aus Mineralwolle. Das Dach, eine Stahlbetondecke, ist als Warmdach oder Umkehrdach ausgebildet und ebenfalls mit einer Wärmedämmung versehen. Die Fenster sind dreifach isolierverglast und werden von einer Rahmenkonstruktion in eloxiertem Aluminium gefasst. Die meisten sind festverglast, die übrigen mit Drehflügeln versehen. Vor diesen zu öffnenden Fenstern steht als Absturzsicherung ein vollverglastes Brüstungsgeländer. Jedes Fenster verfügt über einen Verbundraffstoren aus Aluminium mit einem Motorantrieb. Die Verbundraffstoren sind raumweise und zentral steuerbar. Für das ganze Gebäude ist eine zentrale Windwächteranlage installiert.
 
Eine zentrale Wärmeerzeugung mit Fernwärme dient als Verteiler für die Heizungen und das Brauchwarmwasser. Die Wohnungen verfügen über eine Fussbodenheizung mit Raumtemperaturregulierung. Es besteht die Möglichkeit, die Wohnung über eine zentrale Kälteanlage zu kühlen. Die Kälteleitungen sind bis zum Technikraum der Wohnung erstellt. Die wohnungsinterne Verteilung der Kälte ist als Käuferoption erhältlich. Eine dezentrale Wohnungslüftungsanlage sorgt für das Lüften der Wohnungen. (mgt/red)
 
 

Info

  • Bauherr: Mobimo AG, Luzern
  • Totalunternehmer: Marazzi Generalunternehmung AG, Bern
  • Architektur: Diener & Diener Architekten, Basel
  • Bauingenieur: Basler & Hofmann AG, Zürich
  • Innenarchitektur Hotel: Carbone Interior Design GmbH, Wolfhalden
  • Höhe: 81 Meter
  • Etagen: 24
  • Geschossfläche: 33 500 m2 (über Terrain)
  • Gebäudevolumen nach SIA: 113 000 m3 (über Terrain)
  • Baubeginn: Herbst 2008
  • Bezug: Frühjahr/Sommer 2011
  • Kosten: rund 250 Millionen Franken
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