Eine neue Welt mit viel Grünraum für Zürichs Norden

Eine neue Welt mit viel Grünraum für Zürichs Norden

Teaserbild-Quelle: zvg

Auf dem Areal Thurgauerstrasse in Zürich-Seebach wird ein rund 12'000 Quadratmeter grosser Quartierpark entstehen: Das Projekt "Terra Nova (neue Welt)" mit einem hohen Grünanteil soll nach Abschluss eines offenen Wettbewerbs nun weiterverfolgt werden.

Das Entwicklungsgebiet Leutschenbach in Seebach und Schwamendingen entwickelt sich seit geraumer Zeit zu einem neuen, urbanen Quartier. Das Areal Thurgauerstrasse – mit einer Fläche von 65'000 Quadratmetern – stellt dabei eine der grössten unbebauten Baulandreserven der Stadt Zürich dar. Hier befinden sich derzeit vor allem Familiengärten und ein Parkplatz. Gemäss Stadt soll "ein lebendiger und gut durchmischter Quartierteil entstehen": Vorgesehen sind eine Schulanlage, ungefähr 700 Wohnungen, Gewerbeflächen und ein Park.

Wie dieser grosse Quartierpark aussehen soll, zeichnet sich nun nach Abschluss des offenen Projektwettbewerbs ab. "Terra Nova" präsentiere einen vielfältigen Quartierpark, der durch seinen hohen Grün- und Baumanteil besteche, wird Paul Bauer, Jurypräsident und stellvertretender Direktor von Grün Stadt Zürich, in einer Mitteilung zitiert. "Das Projekt scheidet variable Flächen und Elemente aus, die in einem Mitwirkungsprozess definiert werden können", sagt er weiter. Der Park werde, indem er zunächst in einem einfachen Grundausbau erstellt wird, in Etappen von Anwohnern und anderen Akteuren weiter gestaltet, heisst es im Jurybericht. Dies erlaube eine schrittweise Aneignung des Parks durch die Nutzer.

Das Siegerteam – Hager Partner AG, Landschaftsarchitekten aus Zürich, raumdaten GmbH (Soziologie), Basler & Hofmann AG (Verkehr) und Kerst-Beratungen (Ökologie) – hatte eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen: So wurde sowohl für die Schule als auch für das Quartier ein Rasenspielfeld verlangt. Ausserdem musste die Grubenackerstrasse weiterhin durchgehend befahrbar bleiben und als Begegnungszone ausgestaltet werden sowie das ehemalige Schützenhaus in das Gesamtkonzept integriert werden. Dazu heisst es in der Mitteilung: "Die Lösung für eine multifunktionale Nutzung, einfache Querung und Zugänglichkeit der Anlage fürs Quartier wirkt wie selbstverständlich. Ausserdem fügt sich das alte Schützenhaus gut in den Park ein; es soll auch künftig eine wichtige soziale Funktion übernehmen können."

Für die geplante Schulanlage – der Wettbewerb hierfür wurde Ende letztes Jahr abgeschlossen – sowie den Park wird ein Gestaltungsplan erarbeitet. Dieser muss vom städtischen Parlament und vom Kanton genehmigt werden. Gemäss Mitteilung der Stadt dürfte er Anfang 2020 rechtskräftig werden. Danach soll die Kreditvorlage für den Park gemeinsam mit dem Projekt für die Schulanlage dem Parlament und der Stimmbevölkerung vorgelegt werden. (sda/mt)

Die 39 eingereichten Projekte werden noch bis 9. November im Geschäftshaus "airgate", Thurgauerstrasse 40, im zweiten Obergeschoss ausgestellt.