Ein künftiges Wahrzeichen der Region?

Ein künftiges Wahrzeichen der Region?

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Teaserbild-Quelle: Alain Herzog
Kürzlich sind die Details zum neuen Konferenzzentrum der ETH Lausanne bekannt gegeben worden. Es wurde als europaweit einzigartig bezeichnet. Das Bauvorhaben gilt als der letzte grosse Schritt zum universitären Campus der ETH Lausanne.
 
Die ETH Lausanne (EPFL), das Architekturbüro Richter Dahl Rocha & Associés architectes SA und die HRS Real Estate AG haben Mitte Januar die Details zum neuen Konferenzzentrum der EPFL enthüllt. Sie bezeichnen die «ultramoderne Infrastruktur des Zentrums» als «europaweit einzigartig». Auf derselben Parzelle wie die Kongresssäle entstehen auch Unterkünfte für Studierende und ein Gewerbezentrum. Das Bauvorhaben ist der letzte grosse Schritt zum universitären Campus der EPFL.

Das Kongresszentrum entsteht nördlich der M1-Haltestelle «EPFL» auf dem Boden der Gemeinde Ecublens. Neben dem Konferenzzentrum sind auch ein Gebäude mit Unterkünften für Studenten (505 Betten in 180 Studios und Wohnungen für zwei, vier, sechs und acht Personen), Läden und Restaurants sowie Praxisräume und andere Nutzungen geplant. Die beiden Gebäude säumen einen grossen Platz und teilen sich das Erdgeschoss sowie einen Innenhof. Sie sind durch die bestehenden unterirdischen Fussgänger- und Fahrzeugwege mit dem Rest des Campus verbunden. Ein weiterer Fussgängerweg ist projektiert.

Das vom Lausanner Architekturbüro Richter Dahl Rocha & Associés architectes SA entworfene Projekt könnte zum Wahrzeichen der EPFL und der ganzen Region Lausanne werden, meinen die Projektverantwortlichen. Das Gebäude bietet Platz für Kongresse und Konferenzen der ETH Lausanne und der Universität Lausanne. Das Kragträgerdach und die total verglasten Fassaden bieten maximale Flexibilität für die Innenausbauten. Durch das herausnehmbare Bodensystem und die schwenkbaren Sessel lassen sich die Auditorien von 450 auf 800 oder 1300 Plätze vergrössern. Auch ein Bankettsaal mit einer Fläche von 2300 Quadratmetern kann konstruiert werden. Zurzeit wird zudem die Möglichkeit der Energiegewinnung mit Solarzellen geprüft.

Der Bau eines solchen Kongresszentrums wird dadurch gerechtfertigt, dass wissenschaftliche Konferenzen ein wichtiger Bestandteil im Leben der Forscher sind. Die EPFL hat nach eigenen Angaben an solchen Anlässen fast 15 Partnerschaften mit Institutionen auf der ganzen Welt lanciert. Die EPFL selbst hielt 2009 rund 850 Kongresse und Seminare ab. Die Organisatoren mehrerer internationaler Konferenzen hätten bereits Interesse an einer Nutzung des Kongresszentrums angemeldet, so etwa der Internationale Kongress für Elektrochemie im September 2014.

Das Kongresszentrum ist der letzte grosse Baustein für einen urbanen Campus an der EPFL. Das Projekt entstand aus einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) zwischen der EPFL und der HRS Real Estate AG. Letztere wird als Totalunternehmen die Einhaltung des Budgets und der Termine sowie eine optimale Qualität garantieren. Die EFPL unterhält die Infrastrukturen. «Sowohl die EPFL wie auch HRS freuen sich, für dieses umfangreiche Projekt innovative und ökonomisch interessante Lösungen von hohem architektonischem Wert vorschlagen zu können, wie sie es bereits im Rahmen des ‹Quartier de l’innovation› taten, das zurzeit auf dem Campus gebaut wird», heisst es in einer Pressemitteilung. (pd/bb)