Bundesrat genehmigt Ausbau des Zürcher Hochschulquartiers

Bundesrat genehmigt Ausbau des Zürcher Hochschulquartiers

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Teaserbild-Quelle: ETH Zürich / Emanuel Ammon
Ja zum Ausbau des Zürcher Hochschulquartiers

Zürichs Hochschulquartier – Universität, Universitätsspital und ETH - soll sich zum Forschungs- und Gesundheitscluster weiterentwickeln. Dazu muss es ausgebaut werden. Der Bundesrat hat heute die dafür nötige Anpassung des kantonalen Richtplans genehmigt.

Luftbild ETH Zentrum
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ETH Zürich / Emanuel Ammon

Die ETH soll sich baulich weiter entwickeln können - dies ist eines der Ziele des Projektes "Berthold", des neuen Hochschulquartiers.

Vorgesehen sind Neubauten, zudem soll baulich verdichtet werden. Dies teilte das das Bundesamt für Raumentwicklung (Are) mit. Damit sollen die Geschossflächen von heute rund 870'00 Quadratmetern um bis zu 320'000 Quadratmeter vergrössert werden können. Möglich gemacht werden soll dies, indem Gebäude abgerissen und neu gebaut werden. Dies, damit die Institutionen ihre Aufgaben in Bildung, Forschung und Gesundheit auch künftig wahrnehmen können. Allerdings: Der Ausbau von Bildung und Forschung tangiert den und Denkmalschutz. Der Bundesrat gab Bildung und Forschung den Vorzug.

Allerdings dürften diese Pläne nicht ganz reibungslos umzusetzen sein: Werden sie realisiert, wird sich das Gesicht des Stadtteils stark verändern – nicht nur zur Freude der Anwohner. Dennoch, dass ausgebaut werden muss, ist auch jenen klar, bei welchen das aktuelle Vorhaben auf Ablehnung stösst. „Zürich braucht ein neues Universitätsquartier mit Spital, ETH- und Universitätsbauten – eines, das zur Stadt und zur Mentalität passt“, ist dazu auf dem Blog uniklotz.ch zu lesen, mit welchem die „Arbeitsgruppe Besorgte Bürger – Zürich“ die „breite Öffentlichkeit und die interessierten Bürger“ mit Informationen rund um das Projekt versorgen will. Das heisse: weniger Hochhäuser am Hang, mehr städtebaulicher Wurf, vernünftige Volumen statt Luxusinfrastruktur, besser durchdachte Erschliessung.                                                                     

Zürichs Ortsbild ist von nationaler Bedeutung

Die Stadt Zürich steht seit 2016 als Ortsbild von nationaler Bedeutung im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (Isos), nach einem Entscheid des Bundesrates. Während die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege festgestellt hat, dass die geplante Erneuerung im Hochschulquartier dieses Ortsbild stark beeinträchtigen würde, sind auch Bildung, Forschung und Gesundheit von nationaler Bedeutung. Die Weiterentwicklung der ETH Zürich sei für den Bund von grösster Wichtigkeit, teilt das Are dazu mit. Und auch die Siedlungsentwicklung nach innen sei von hohem nationalem Interesse. Somit gewichtet der Bundesrat diese Interessen höher als die "ungeschmälerten Erhaltung" des Ortsbildes. Er hält aber auch fest, dass wenn gebaut wird, der Ortsbildschutz so gut als möglich geschützt werden soll. (mai/sda)