Buddhisten planen Millionenprojekt in Gretzenbach

Buddhisten planen Millionenprojekt in Gretzenbach

Teaserbild-Quelle: zvg
Buddhisten planen Millionenprojekt in Gretzenbach

Neben dem buddhistischen Tempel in Gretzenbach plant die Trägerstiftung ein Grossprojekt. Für 13 Millionen Franken sollen eine Versammlungshalle sowie ein Seminar- und Unterkunftsgebäude entstehen. Im nächsten Frühling sollen die Bauarbeiten starten.

Er steht seit 2003 mitten im grauen, tristen Industriequartier von Gretzenbach SO: Der farbenprächtige buddhistische Tempel Wat Srinagarindravararam. Seit der Tempel eröffnet wurde, strömen jede Woche Hunderte Buddhisten aus der ganzen Schweiz nach Gretzenbach.

Wegen des grossen Andrangs schmiedet die Somdetyas-Stiftung für Wat Srinagarindravararam jetzt Ausbaupläne, wie das "Oltner Tagblatt" berichtet. Geplant sind eine Versammlungshalle sowie ein Seminar- und Unterkunftsgebäude. Der Gestaltungsplan für die Erweiterung wurde bereits im März 2017 verabschiedet.

Versammlungshalle für 1200 Gäste

Die neue Versammlungshalle für rund 1200 Gäste kommt neben den bestehenden Tempel zu stehen und wird mit grossen Fensterfronten versehen. Hier sollen jährlich etwa 20 Veranstaltungen durchgeführt werden, zum Beispiel das thailändische Neujahrsfest im April. Neben der Halle entsteht ein schlichteres, dreistöckiges Gebäude mit Übernachtungs- und Schulungsmöglichkeiten. Architektonisch soll sich dieses an die Nachbarschaft in Gretzenbach anpassen.

Die Dächer beider Bauten werden mit roten und grünen Ziegeln gedeckt – laut dem Bericht eine Hommage an das thailändische Königshaus. Der Tempel in Gretzenbach ist einer von nur zwei Tempeln ausserhalb von Thailand, die unter dem Patronat der Königsfamilie stehen. An den Ecken und Giebeln werden goldenen Verzierungen angebracht. Zwischen den Gebäuden wird ein kleiner Teich angelegt. Im Untergrund entsteht eine Tiefgarage mit 97 Parkplätzen und Lagerräumen.

Finanzierung durch Spendengelder

Das Erweiterungsprojekt stammt aus der Feder des Basler Architekturbüros Farhad Johann Architekten GmbH. Die Kosten werden auf 13 Millionen Franken veranschlagt. Hinzu kommt eine Million für die Gartengestaltung. Die Trägerstiftung will das Bauvorhaben vollumfänglich mit Spendengeldern finanzieren. Im März oder April sollen die Bauarbeiten beginnen. Bis zum Bezug der neuen Räumlichkeiten dürfte es zwei Jahre dauern. (mgt/stg)