Bern: Neues Quartier im Vierer- und Mittelfeld nimmt Gestalt an

Bern: Neues Quartier im Vierer- und Mittelfeld nimmt Gestalt an

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Vierer- und Mittelfeld nehmen Gestalt an

Es ist Berns grösstes Bauprojekt der letzten Jahre: Auf dem Vierer- und Mittelfeld ist ein neues Stadtquartier für zirka 3000 Bewohner geplant. Nun steht der siegreiche Vorschlag des Planungswettbewerbs fest. Hinter dem Projekt stehen unter Anderem zwei Zürcher Architekturbüros, Huggenbergerfries Architekten und Gud Architekten.

Der Wettbewerb für den neuen Stadtteil gliederte sich in unterschiedliche Bereiche: Sowohl beim „Städtebau“ als auch beim „Stadtteilpark“ entschied sich die Jury für das Projekt „VIF_2“. Hinter dem Vorschlag stehen die Zürcher Büros  Ammann Albers Stadt Werke (Städtebau), Raderschallpartner (Landschaftsarchitektur), Huggenbergerfries Architekten (Architektur), Basler & Hoffmann (Mobilität) sowie der „zeugin.gölker.immboilienstrategien GmbH“ (Soziales). Ihr Projekt wird von zwei diagonalen Achsen geprägt. Diese bilden das «Rückgrat» des neuen Quartiers und sollen damit vor allem für den Fuss- und Veloverkehr eine gute Grundstruktur schaffen. Das Projekt baue mit Sorgfalt die bestehende Stadt weiter, heisst es im Jurybericht. Dies zeige sich etwa im Bereich Mittelfeld, wo rund um das Burgerspittel – im Gegensatz zu den meisten anderen Projekten – bewusst auf Hochhäuser verzichtet werde. Lobend wird erwähnt, dass der Stadtteilpark auf grosszügige, konzeptionell durchdachte Weise mit Freiraum und Landschaft umgeht. So wird etwa der Bremgartenwald als Teil des Erholungsangebotes ins  Quartier integriert.

Im Bereich „Wohnen“ landete der Vorschlag „ENSEMBLE_2“ der  ARGE „pan m GmbH & Martin Dubach ETH“ (neu: gud Architekten) aus Zürich, Carolin Riede Landschaftsarchitektin aus Zürich, Ballmer + Partner AG aus Aarau sowie Bernhard Böhm und Nils Güttler aus Zürich. Das Projekt zeige anhand verschiedener Haustypen anschaulich, wie eine vielfältige urbane Nachbarschaft aussehen könne, schreibt die Jury. Zudem konnte es durch „gekonnten Umgang mit unterschiedlichen Wohnungstypologien und Nutzungsansprüchen“ punkten. Allerdings werden im Bereich „Wohnen“ neben „ENSEMBLE_2“ fünf weitere Projekte im Bereich „Wohnen“ rangiert und für die weitere Bearbeitung berücksichtigt.

Gemeinnützige Bauträgerschaften

Mit dem Abschluss des Wettbewerbs Viererfeld/Mittelfeld sei ein wichtiges Etappenziel erreicht, hält die Stadt in ihrer Medienmitteilung fest. Bis Ende 2019 soll nun die Masterplanung erfolgen. Danach erfolgt die Ausschreibung zur Abgabe der Baufelder im Baurecht. Auf dem Viererfeld soll die Hälfte der Bauträgerschaften gemeinnützig sein, auf dem Mittelfeld soll ein höherer Anteil angestrebt werden. Noch nicht fest steht, ob sich die Stadt an einer Wohnbaugenossenschaft beteiligt oder in eigener Regie ein Wohnbauprojekt realisiert.

Bevor gebaut werden kann, entscheiden die Stimmberechtigten der Stadt Bern über die Abgabe des Baulandes im Baurecht sowie über Investitionskredite für die Infrastrukturanlagen, den Stadtteilpark. Zudem müssen sich noch über die entsprechende Schulinfrastruktur befinden. Bestenfalls können diese Abstimmungen in rund zwei Jahren stattfinden. Frühestmöglicher Baubeginn wäre somit das Jahr 2023. (mai/mgt)

Quelle: 
zvg

Viel Grün prägt das neue Quartier.