Bauabfälle: Eröffnung des Thermalbads von Mario Botta verzögert sich

Bauabfälle: Eröffnung des Thermalbads von Mario Botta verzögert sich

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Teaserbild-Quelle: Mario Botta Architetto
Eröffnung des Thermalbads verzögert sich

Der Aushub einer unerwartet hohen Menge inerten Materials sowie Umplanungen bei der Erschliessung des Bauplatzes schiebt die Eröffnung des neuen Bäderquartiers in Baden AG mit dem von Mario Botta entworfenen Thermalbad um mehrere Monate nach hinten.

So soll das von Mario Botta entworfene Thermalbad im Badener Bäderquartier aussehen.
Quelle: 
Mario Botta Architetto

So soll das von Mario Botta entworfene Thermalbad im Badener Bäderquartier aussehen.

In den nächsten Jahren entsteht im Badener Bäderquartier für rund 150 Millionen Franken ein neues Thermalbad, entworfen von Stararchitekt Mario Botta. Daneben wird ein Ärzte- und Wohnhaus erstellt und das Verenahof-Geviert, bestehend aus den alten Bäderhotels Verenahof, Bären und Ochsen, in einer Klinik für Prävention und Rehabilitation umgewandelt. Bauherrin ist die Verenahof AG, und die HRS Real Estate AG fungiert als Generalunternehmerin. Mit dem Spatenstich diesen April starteten die Bauarbeiten, nachdem sie jahrelang wegen diversen Streitigkeiten verzögert worden waren.

Nun gibt es aber erneut eine Verzögerung, die die Bauherrin in einer Mitteilung schreibt. Denn beim Aushub für den Bau des Thermalbads und des Ärzte- und Wohnhauses stiess man auf eine dreimal grössere Menge inerten Materials, als die Experten prognostiziert hatten. Als solches Material werden Bauabfälle bezeichnet, die zu mindestens 95 Prozent aus Steinen oder gesteinsähnlichen Bestandteilen wie Beton, Ziegel, Glas, Mauerabbruch oder Strassenaufbruch bestehen und auf einer Inertdeponie entsorgt werden müssen.

Ausserdem nimmt laut Mitteilung die Wegführung der Baupiste wesentlich mehr Zeit in Anspruch als geplant. Man habe dort neue Erkenntnisse bezüglich der Beschaffenheit des Untergrunds gewonnen, heisst es. «Um die darunterliegende Keuperschicht und vor allem die Quellen zu schützen, wurde entschieden, die Erschliessung des Bauplatzes neu zu planen und die geänderten Pläne der kantonalen Baubehörde einzureichen.»

Weil nun auch der Winter naht, können die Baumeisterarbeiten daher erst nächsten Frühling starten. In der Folge verschiebt sich natürlich auch die Hochbauphase für das Bad und das Ärzte- und Wohnhaus. Die Eröffnung der Neubauten im Bäderquartier ist neu auf das Jahr 2021 terminiert: Die Klinik und das Ärzte- und Wohnhaus im Frühling, das Thermalbad im zweiten Halbjahr.

Die Verzögerung bedeutet aber nicht, dass die Arbeiten nun monatelang ruhen. Wie die Verenahof AG schreibt, werden in den Wintermonaten die meteorologisch nicht tangierten Bauarbeiten wie Mauerabbrüche und Schadstoffentsorgungen weitergeführt. (mt/pd)