Aus drei mach’ vier

Aus drei mach’ vier

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Teaserbild-Quelle: Peikert Immobilien AG
In Zug entstehen an zentraler Lage 78 Eigentumswohnungen des Architekten Valerio Olgiati. In einem zweiten Gebäude sind weitere 80 Wohnungen geplant. Die Grundrisse sind flexibel: Die Käufer können die Anzahl der Zimmer selbst bestimmen.
 
Das Konsortium Zugschleife in Zug besteht aus den beiden Zuger Firmen Peikert Immobilien AG und 4B Immobilien AG. Es erwarb im Jahr 2008 das ehemalige SBB-Areal Schleife in Zug, ein Grundstück zwischen dem Feldpark und der Bahnlinie Baar/Zug mit einer Fläche von mehr als 9000 Quadratmetern Bauland. Die Liegenschaft ist mit dem öffentlichen Verkehr (Bus und S-Bahn) gut erschlossen. Die Autobahnauffahrt Baar/Zug befindet sich in unmittelbarer Nähe.
 
Im Herbst 2006 führten die SBB und die Stadt Zug einen Architektur-Studienauftrag durch, an dem sieben Planungsteams teilnahmen. Entschieden hat man sich für das Projekt «Zugschleife» des bekannten Architekturbüros Valerio Olgiati aus Flims. Im Jahr 2007 gewann das Konsortium den Investorenwettbewerb. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 100 Millionen Franken für die Land-, Bau- und Nebenkosten.
 

Zentrale Lage

Erstellt werden 78 Eigentumswohnungen mit Verkaufspreisen im mittleren Preissegment. Diese entstehen in einem 130 Meter langen, fünfstöckigen Gebäude (1. Bauetappe, Teil Nord). Eine zweite Bauetappe (Teil Süd) mit weiteren 80 Mietwohnungen wird folgen. Das Anliegen der Bauherrschaft war von Anfang an, möglichst viel Privatsphäre an zentraler Stadtlage zu schaffen. Hiezu tragen unter anderem die grossen, gedeckten und geschützten Terrassen sowie die Erschliessung des Lifts von der Garage direkt ins Wohngeschoss und die privaten Wirtschaftsräume pro Wohnung bei.
 
Um einem hohen Baustandard gerecht zu werden, verfügen alle Wohnungen zusätzlich über eine Komfortlüftung und weisen eine bemerkenswerte Raumhöhe von 2,6 Metern auf. Gemeinsam ist allen Wohngeschossen, dass die Westfassade verglast ist. Der Balkon wird zu einer räumlichen Ausweitung des Wohnzimmers, was die elliptischen Öffnungen in den Geschossplatten unterstreichen. In den Achsen der Wohnungstrennwände stehen mächtige Stützen, die die Lasten der Balkonplatten tragen. Die sichtbare Betonstruktur ist rotbraun eingefärbt. Die Aussenwände der Ost- und Stirnfassade sind mit Glaspaneelen in derselben Farbe verkleidet. Geheizt wird mit Erdgas.
 

Wohnungsgrösse ändern

Etwas Besonderes am Projekt Zugschleife sind die frei einteilbaren Grundrisse ohne tragende Innenwände. So kann man zum Beispiel aus einer Dreieinhalb-Zimmerwohnung ganz einfach eine Viereinhalb-Zimmerwohnung machen. Innerhalb der Schottenbauweise sind zusätzlich tragende Wände vorgesehen. In Zusammenarbeit mit dem Architekten können aber auch andere Details wie die Platzierung der Küche oder der Nasszellen geändert werden. Die Käufer können ausserdem auch die Materialisierung ihrer Wohnung individuell bestimmen.
 
Das Wohngebäude wird von aussen durch seine markante Grösse, seine geschwungenen Terrassen und Balkone sowie seinen «sehr eigenständigen, prominenten Auftritt» auffallen, heisst es in einer Medienmitteilung. Innen öffnen sich grosszügige und sehr flexible Wohnflächen verteilt auf 117 bis 226,5 Quadratmetern, in Dreieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmerwohnungen. Für noch mehr Komfort sorgen die Schallschutzgläser beziehungsweise die Dreifach-Verglasungen, die die Immissionen der näheren Umgebung abschirmen.
 
Mit den Bauarbeiten wurde im Mai 2010 begonnen. Ab Sommer 2010 finden auch die Beurkundungen und Eigentumsübertragungen der Wohneinheiten statt. Parallel dazu stehen die Käufer laufend im Gespräch mit Axess Architekten und dem Totalunternehmer bezüglich des Innenausbaus ihrer Wohnung. «Wir haben die Axess Architekt AG ins Team aufgenommen, weil diese über sehr grosse Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Stockwerkeigentum, Käuferberatungen, Ausbauwünschen und Kostenveränderungen verfügt», sagt Bernhard Häni vom Konsortium Zugschleife, Peikert Immobilien AG. «Olgiati fehlt diese Erfahrungen, weil er bis anhin noch kein Mehrfamilienhaus mit Stockwerkeigentum erstellt hatte.»
 
Voraussichtlich noch 2011 können die Käufer in ihr neues Eigenheim einziehen. Bereits heute ist rund die Hälfte der Einheiten verkauft. Sylvia Senz
 
 

47.181405, 8.515542