Arbeits- statt Parkplätze

Arbeits- statt Parkplätze

Gefäss: 
Auf einem Teil des Siemens-Areals in Zug entstehen drei neue Gebäude. Zurzeit befinden sich hier hauptsächlich Parkplätze. Die Siemens Schweiz AG hat für Teile ihres Grundstücks einen Bebauungsplan erarbeitet, möchte das Projekt jedoch nicht selbst ausführen und sucht daher Investoren.
 
Parkplätze sind nur wenig attraktiv und viel verschenkter Raum: An zentralster Lage und mit einem gut ausgebauten Strassennetz (Nordzufahrt) und Anbindung an den öffentlichen Verkehr hat die Siemens Schweiz AG in Zug zwischen Gubel-, Damm- und Aabachstras-se einen Bebauungsplan erarbeitet. Allerdings möchte sie das Projekt mit zwei Bürogebäuden und einem Hochhaus nicht selbst realisieren, sondern sucht dafür Investoren.
 
Die Gebäude sollen auf dem heutigen Siemens-Areal erstellt werden. Das alte Verwaltungsgebäude aus den 1930er-Jahren bleibt erhalten. Darin befindet sich der Hauptsitz von Siemens Building Technologies (der Schweizer Siemens-Hauptsitz liegt in Zürich).
 
[[Infobox]]Der Bebauungsplan mit den drei Gebäuden und der Parkanlage (genannt Foyer West) basiert auf den Vorschlägen des Berliner Architekten Hans Kollhoff. Sein Projekt «Foyer» belegte in einem Wettbewerb Anfang 1990 den ersten Platz. In die Planungen waren auch der Kanton und die Stadt Zug involviert. «Das Projekt schafft eine Kombination von Arbeits-, Wohn- und Begegnungsraum, die für die weitere Entwicklung in diesem Stadtteil von zentraler Bedeutung ist», heisst es im Projektbeschrieb.
 
Für das Projekt Foyer West beziehungsweise für die beiden Gebäude West und Mitte (ohne Hochhaus) stehen die Planungsarbeiten kurz vor der Vollendung. Im Herbst erwartet Siemens die Baubewilligung, Mitte nächsten Jahres den Baubeginn. Die beiden Bürohäuser sind bereits zu 80 Prozent an das Pharmaunternehmen Cilag GmbH International AG vergeben, das Interesse an einem langfristigen Mietvertrag bekundet hat. Das Zuger Architekturbüro Axess Architekten AG hat in Zusammenarbeit mit der Cilag bereits ein Vorprojekt ausgearbeitet. Bis Mitte 2012 sollen die beiden Gebäude bezugsbereit sein.

Arboretum ist öffentlich zugänglich

Der Stadtpark ist als «grosser urbaner Platz von hoher Durchlässigkeit» geplant. Die verschiedenen Bereiche werden durch unterschiedliche Vegetation geprägt, wobei die Platanen des heutigen Parkplatzes so weit als möglich erhalten bleiben. Eine Sammlung verschiedener Baumarten in verschiedener Höhe (Arboretum) verteilt sich über den Platz.
 
Auf einer Länge von 100 Metern wird der Siehbach freigelegt; Bänke und eine freie Bestuhlung an verschiedenen Orten sollen zum Verweilen einladen. Mit der Gestaltung der äusseren Anlage wurde Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich beauftragt. Das 21-stöckige Hochhaus neben dem Kreisel Gubelstrasse-Dammstrasse ist noch in der Planungsphase, die eben erst begonnen hat. Als Nutzungsmöglichkeiten bieten sich Wohnungen, Hotel, Restaurant, Dienstleistungen und eine «mässig störende gewerbliche Nutzung» an. Siemens sucht zurzeit, wie auch beim Bau West und Bau Mitte, Investoren, die die weitere Planung und auch die anschliessende Realisierung übernehmen.
 
An das Grundstück des Hochhauses schliesst sich ein anderes Gebiet an, das sich teilweise im Besitz der SBB befindet. Hier stehen Siemens und die SBB mit der Entwicklung eines Bebauungsplans noch ganz am Anfang.
 
Die Anzahl der Parkplätze wird reduziert; Beschäftigte und Bewohner finden Abstellplätze in Tiefgaragen. Oberirdisch sind nur noch wenige Besucher- und Kundenparkplätze vorgesehen. Das Investitionsvolumen für die drei Gebäude und das Land betragen schätzungsweise 250 bis 300 Millionen Franken. 
 

FAKTEN

Grundstücksfläche total: 20 818 m2
 
Bau West: 8 Geschosse und 12 677 m2 für Dienstleistungsbetriebe
 
Bau Mitte: 4 Geschosse und 13 632 m2 für Dienstleistungsbetriebe;
 
Hochhaus: 21 Geschosse, 14 200 m2(mögliche Nutzung: Hotel, Wohnen und Dienstleistungen, Gewerbe); Grundstücksfläche: 6431 m2; Tiefgarage mit 400 Plätzen