Pritzker-Preis für Japaner Arata Isozaki

Pritzker-Preis für Japaner Arata Isozaki

Teaserbild-Quelle: Alessandra Chemollo / Prizker Architecture Prize
Pritzker-Preis für Arata Isozaki

Am Dienstag wurde der «Oscar» der Architektur verliehen: Der Japaner Arata Isozaki wurde mit dem diesjährigen Pritzker-Preis ausgezeichnet. Mit seinen «frischen» Bauten, die «stilistischen Kategorien trotzen», sei Isozaki niemals Trends gefolgt, sondern stets seinem eigenen Weg. 

Pritzker-Preisträger 2019: Der japanische Architekt Arata Isozaki.
Quelle: 
Pritzker Architecture Prize

Pritzker-Preisträger 2019: Der japanische Architekt Arata Isozaki.

Isozaki sei ein «vielseitiger, einflussreicher und wahrhaft internationaler Architekt», der unter anderem mit seinen Arbeiten, Schriften und Ausstellungen grossen Einfluss auf die Weltarchitektur genommen habe. Mit seinem vorausschauenden Denken gelte er als Visionär seiner Generation, begründete die Jury am Dienstag ihren Entscheid.

Arata Isozaki gründete in den 60er Jahren sein eigenes Büro und war der erste japanische Architekt, der eine «tiefe und dauerhafte Beziehung zwischen Ost und West knüpfte». Der Japaner hätte in einer Zeit gebaut, als westliche Gesellschaften eher den Osten beeinflussten, sagte Tom Pritzker, Vorsitzender der Hyatt Fondation, die hinter dem mit 100‘000 Dollar dotierten Preis steht.

Der 87-jährige stammt aus Oita auf der Insel Kyushu im Südwesten Japans. Frühe Erfolge hatte er während der Besatzung der Alliierten nach Ende des zweiten Weltkriegs. So half er in den 1980er-Jahren, japanisches Design nach Europa und in die USA zu exportieren. Teil seiner Methode ist das japanische Konzept «Ma», das sich etwa als Zwischenraum, Pause oder Öffnung im Bau und Design verstehen lässt. Seine Modernismus-Bauten wirkten «geometrisch simpel», steckten aber voller «Theorie und Zweck», hiess es in der Mitteilung zum Preis.

Ark Nova für Lucerne Festival

Arata Isozaki hat weltweit mehr als hundert Bauprojekte umgesetzt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem das Museum of Contemporary Art in Los Angeles, das Olympische Stadion in Barcelona und das Eishockey-Stadion im norditalienischen Turin (siehe Bilder oben).

Auch für das Lucerne Festival entwarf der Architekt in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler Anish Kapoor die aufblasbare Konzerthalle Ark Nova (Baublatt berichtete). Die Veranstaltungshalle ist eine mehrteilige Konstruktion, bietet Platz für 500 Zuschauer und besitzt eine aufblasbare Hülle aus elastischem Material. Mit der Installation sollte der vom Erbeben von Fukushima heimgesuchten Region Higashi Nihon eine mobile Konzerthalle geboten werden. (pb/sda)