Sanfte Kur für spezielle Klinik

Sanfte Kur für spezielle Klinik

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Teaserbild-Quelle: Katrin Ambühl
 
Eine historische Villa verwandelt sich in ein Hotel und später in eine Klinik. Diese ist nun selbst zur Patientin geworden und muss saniert werden. Das tun die Architekten Germann & Achermann mit dem Rückbau gewisser Elemente, mit der Renovation des Haupthauses und mit einem neuen Anbau. So wird das Innenleben grosszügig modern und die Erscheinung des Gebäudes klarer.
 
 
 
„Der Bau führt zu einigen Engpässen“
 
Der Weg zur Vollendung der neuen Aeskulap-Klinik wird durch die intensiven Bauarbeiten nicht ohne Emissionen und Einschränkungen über die Bühne gehen. Was uns die kommenden zwei Jahre erwarten, zeigt uns in einem Interview der Architekt des Projekts, Bruno Achermann, auf.
 
 
Wie gehen Sie im Ablauf des Baus vor?
Die Klinik muss während des Umbaus in Betrieb bleiben. Daher muss der Bauablauf etappiert werden. Damit der neue Anbau als erstes realisiert werden kann, müssen diverse Vorarbeiten ausgeführt werden. Der neue Anbau wird im Jahr 2012 erstellt. Die Umbauarbeiten im bestehenden Gebäude werden in acht Etappen ausgeführt. Diese Umbauetappen starten bereits im März 2012 und enden im April 2014.
 
Welche Schwierigkeiten gab es bei der Terminierung zu berücksichtigen?
Schon bei den ersten Planungsschritten war die Terminierung eines der wichtigsten Elemente. Daher wussten wir, dass die neue Vertikalerschliessung nicht nur zentral im Gebäude zu liegen kommt, sondern ebenfalls als erste Etappe realisiert werden muss.
 
Mit welchen Schwierigkeiten war sonst zu kämpfen?
Neben den betrieblichen Problemen müssen jeweils auch die statischen Probleme berücksichtigt werden. Zudem müssen während des Umbaus die brandschutztechnischen Aspekte gelöst und ebenfalls die Aufrechterhaltung sämtlicher Installationen gewährleistet sein.
 
Welche terminlichen Fixpunkte gibt es?
Mit dem Umbau müssen wir unbedingt im März 2012 beginnen können. Zudem ist der Bezug des Neubaus an Weihnachten 2012 terminiert. Die gesamten Bauarbeiten werden im April 2014 beendet sein.
 
Welches sind die Konsequenzen für die Patienten während des Baus?
Für die Patienten sind die baulichen Lärmemissionen das schlimmste. Daher versuchen wir durch koordinierte Absprachen mit dem Betrieb die Lärmemissionen zeitlich einzuschränken.
 
Und welche Konsequenzen tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Die Arbeitsweise für die Mitarbeiter ist während des gesamten An- und Umbaus eine andere. Durch den Umbau müssen diverse Mitarbeiter oder ganze Bereiche in Provisorien ausgelagert werden. Wir versuchen durch eine intensive und offene Information vor und während den Bauarbeiten die Mitarbeiter für diese Arbeiten zu sensibilisieren. Umgekehrt werden ebenfalls die Bauarbeiter Vorkehrungen treffen, um die Emissionen des Baus zu reduzieren.
 
Wann wird der neue Anbau zur Verfügung stehen?
Der neue Anbau wird in der 1. Etappe realisiert. Die Bauzeit dauert vom Januar bis Dezember 2012. Der Bezug erfolgt Ende Dezember 2012 und die Inbetriebnahme Anfangs Januar 2013.
 
Und wann wird das alte Gebäude wieder voll einsatzfähig sein?
Das alte Gebäude wird in acht Etappen saniert und teilweise umgebaut. Dabei überschneiden sich die ersten drei Etappen mit der Realisierung des neuen Anbaus. Der Umbau des bestehenden Gebäudes beginnt bereits am 01. März 2012 und dauert bis am 31. März 2014.
 
Wann kann die Aeskulap-Klinik mit der Eröffnung der „neuen Klinik“ rechnen?
Die Klinik bleibt während des Anbaus und Umbaus, ausser mit kurzen Betriebsunterbrüchen jeweils über Weihnacht-Neujahr und einer kurzen Phase im Sommer, immer in Betrieb. Ebenfalls werden die etappenweise umgebauten Bereiche im Altbau nach deren Sanierung jeweils in Betrieb genommen. Die Eröffnung der „neuen Klinik“ ist nach Abschluss sämtlicher Bauarbeiten auf Anfangs April 2014 geplant.
 
Interview: Josef Roos