Oberlandautobahn: Abklärungen für unterirdische Linienführung

Oberlandautobahn: Abklärungen für unterirdische Linienführung

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Die Lücke der Oberlandautobahn zwischen Uster Ost und dem Grosskreisel Hinwil soll bekanntlich mit einer unterirdischen Linienführung geschlossen werden. Der Zürcher Regierungsrat will nun entsprechende Vorbereitungsarbeiten aufnehmen, bevor die Strecke in zwei Jahren in die Verantwortung des Bundes übergeht.

Hier befindet sich die Lücke, die die A53 unvollständig macht.
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Hier befindet sich die Lücke, die die A53 unvollständig macht.

Die Oberlandautobahn zwischen dem Brüttiseller Kreuz und der Kantonsgrenze bei Rüti ist seit Jahrzehnten unvollständig. Zwischen Uster Ost und dem Hinwiler Kreisel klafft eine Lücke. Wie sie geschlossen werden soll, ist heftig umstritten, denn das Gebiet befindet sich in einer geschützten Moorlandschaft. Am 1. Januar 2020 geht die A53 in die Verantwortung des Bundesamts für Strassen (Astra) über. Bis dahin will der Zürcher Regierungsrat die Planungen zur Schliessung der Lücke weiterführen. Wie es in einer Mitteilung heisst, hat er dafür einen Kredit von 2,7 Millionen Franken bewilligt. Das Geld wird für Vorbereitungsarbeiten verwendet, namentlich für Sondierbohrungen, die derzeit im Gebiet Wetzikon-Gossau-Ottikon stattfinden. Mit diesen geo- und hydrologischen Abklärungen will man vor allem ein genaues Bild der Grundwassersituation bekommen. Denn die Lücke soll wegen der hohen umweltrechtlichen Anforderungen so umwelt- und landschaftsverträglich wie möglich und damit weitgehend unterirdisch geschlossen werden.

Ein kantonales Projekt zur Schliessung der Lücke war 2012 vom Bundesgericht in Teilen als nicht bewilligungsfähig beurteilt worden. Der Grund dafür war die vorgesehene Linienführung im östlichen Abschnitt zwischen Wetzikon und dem Grosskreisel, die im ersten Ausführungsprojekt aus dem Jahr 2008 im Widerspruch zum verfassungsrechtlichen Moorlandschaftsschutz stand. (mt/pd)