Hightech-Wohnkubus zu besichtigen

Hightech-Wohnkubus zu besichtigen

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Teaserbild-Quelle: Biospheraproject
Hightech-Wohnkubus zu besichtigen

Im Rahmen einer internationalen Roadshow macht «Biosphera Equilibrium» derzeit in Rorschach halt. Im mobilen Modul können Besucher fortschrittliche Wohntechnologie erleben. Das zertifizierte Gebäude verspricht nicht weniger, als das Wohlbefinden des Menschen zu erhöhen.

Biosphera Equilibrium
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Biospheraproject

Zwischenhalt am Bodensee: Der Wohnkubus «Biosphera Equilibrium» ist gemäss den Promotoren «für das Wohlbefinden des Menschen gebaut».

Mancher Passant dürfte sich dieser Tage fragen, welches ausserirdische Wesen da auf dem Rorschacher Hafenplatz gelandet ist. Denn der verzierte, metallisch-graue Kubus auf Stelzen fällt nur schon rein optisch auf. Auffallend sind aber beim 15,3 Meter langen, 2,97 Meter breiten und 3,28 Meter hohen Kubus vor allem die inneren Werte. Schliesslich dient das mobile Minigebäude als eigentliches Forschungslabor. Das Ziel der Promotoren von «Biosphera Equilibrium» ist es gemäss eigenen Angaben nämlich «die fortschrittlichsten Wohntechnologien der Welt» zu testen, um sie später in konkreten Bauprojekten umsetzen zu können.

Ein Labor der Sinne

Der Kubus bietet auf einer Fläche von 45 Quadratmetern mehr als das Notwendige, um komfortabel zu leben. Das ideenreich konzipierte und unter Verwendung neuester Technologien und Materialien gebaute Gebäude will «die Sinne seiner Bewohner regenerieren und ‹harmonisieren›», schreiben die Promotoren. So zieht etwa grünes Moos an der Küchendecke die Blicke der Besucher auf sich. Die Flechten seien ein «Indikator für die Luftqualität», so Silvia Gemperle von der Energieagentur St. Gallen gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». «Sie werden grau, falls es drinnen zu trocken wird.» Dies zu verhindern, sei die Aufgabe einer «CO2-gesteuerten», selbstkontrollierender Lüfung. Aber auch spezielle Heiz- und Kühlsysteme würden ein angenehmes Raumklima im Sommer und Winter garantieren.

Auf Energieeffizienz getrimmt

Das Minigebäude erfüllt zudem höchste Anforderungen punkto Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, was die Zertifikate Minergie-P-Eco, Minergie-A-Eco und Klimahaus belegen. Dank einer in Fassade und Dach integrierten Photovoltaik-Anlage produziert der Kubus bis zu 8000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – und damit viermal mehr als er verbraucht. Eine 40 Zentimeter dicke Hülle und Fenster mit Dreifachverglasung sorgen nämlich für eine hervorragende Wärmedämmung. Der Kubus «Biosphera Equilibrium» kann noch bis am 21. Dezember auf dem Rorschacher Hafenplatz frei besichtigt werden. Dies jeweils von Montag bis Samstag zwischen 10 und 17 Uhr. Die während den Öffnungszeiten anwesenden Fachleute begleiten Besucher durch das Forschungsprojekt und ergänzen es mit wechselnden Tagesthemen. (gd)

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