Fast 2 Millionen für alte Holzbrücke in Olten

Fast 2 Millionen für alte Holzbrücke in Olten

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Teaserbild-Quelle: Onoffon, CC0 1.0, Wikimedia Commons
Fast 2 Millionen für alte Holzbrücke in Olten

1,82 Millionen Franken kosten die Instandstellungsarbeiten und die Brandschutzmassnahmen an der Holzbrücke in Olten. Im kommenden Frühjahr soll die Brücke wieder dem Betrieb übergeben werden.

Über sieben Monate sind seit dem verheerenden Feuer auf der historischen Holzbrücke in Olten vergangen. Jetzt steht fest, unter welchem finanziellen Aufwand die Holzbrücke als eines der Wahrzeichen Oltens im kommenden Frühjahr wiedereröffnet werden kann. 1,82 Millionen Franken kostet die ordentliche Wiederinbetriebnahme der Brücke, wie das "Oltner Tagblatt“ meldet.

Das Gemeindeparlament soll jetzt einen Nachtragskredit für das laufende Rechnungsjahr bewilligen, da "ein Teil der Sofortmassnahmen bereits ausgeführt wurde und mit der weiteren Ausführung unmittelbar nach Rechtskraft des Beschlusses begonnen werden soll", wie der Stadtrat in seiner Botschaft erklärt. Die Arbeiten gehen demnach im Winter 2018/2019 über die Bühne.

Bodensprinkler und Sprühflutanlage

Allein die Instandstellungsarbeiten und die nach dem Brand von Ende März getroffenen Sofortmassnahmen schlagen laut dem Bericht mit 1,13 Mio. Franken zu Buche. Hinzu kommen 393 000 Franken für den vorgezogenen ordentlichen Unterhalt und 291 000 Franken für Brandschutzmassnahmen und Installationen. Zu den Massnahmen gehören demontierbare Bodenbretter, eine hellere Beleuchtung, eine Sprinkleranlage unter dem Holzboden und eine sogenannte Sprühflutanlage, welche die Brandbekämpfung vereinfachen soll.

Die Gebäudeversicherung beteiligt sich mit rund 720 000 Franken an den Kosten, und die Denkmalpflege steuert 80 000 Franken bei. Die Stadt muss damit Kosten von rund einer Million Franken tragen.

Weggeworfene Zigarette löste Brand aus

Zum Feuer geführt hatte eine Zigarette, die in die Bodenkonstruktion gelangte und dort einem Glimmbrand auslöste. Der Brückenbrand war bereits der sechste seit der Sanierung des Gehbelags im Jahr 2003. Für die Häufung der Fälle verantwortlich waren laut dem Stadtrat Abfälle, Spinnweben, Konfetti und anderes, was sich in Ritzen und Spalten oder im Untergrund des Belags ansammle. Dies reiche aus, um bei Kontakt mit weggeworfenen Raucherwaren einen Brand auszulösen. (stg/mgt)