Eine Nische, die sich lohnt

Eine Nische, die sich lohnt

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Teaserbild-Quelle: Florencia Figueroa
Die Internationale Forstmesse in Luzern hat mit einer Bilanz von 28 000 Besuchern angezogen. Sich mit einem Stand an der Messe für die Wald- und Holzwirtschaftzu beteiligen, lohnte sich auch für Anbieter aus der Baubranche, wie einige Bei-spiele zeigen.
 
 
An der Internationalen Forstmesse, die alle zwei Jahre jeweils in Luzern stattfindet, spielt die Baubranche eher eine Nebenrolle. Dementsprechend waren Baumaschinenhändler auch an der diesjährigen Veranstaltung spärlich gesät. Diejenigen jedoch, die den Weg nach Luzern gefunden hatten, versicherten unisono, dass für sie die Teilnahme an der Messe für die Wald- und Holzbranche durchaus von Bedeutung ist.
 
So auch für Daniel Steiger, Mitglied der Geschäftsleitung der Hutter Baumaschinen AG, der erklärt, dass seine Firma mittlerweile schon zum vierten Mal an der Forstmesse vertreten sei. «Unsere Kunden, zu denen vor allem der Gartenbau, aber auch die Forstbranche zählt, erwarten, dass wir vor Ort sind.» Über die Jahre hinweg habe es seine Firma nämlich verstanden, sich eine Nische im Bereich Gartenbau aufzubauen. Dafür bietet die Firma multifunktionale Bagger und Raupenkipper an. «Die Forstmesse ist daher für uns sogar zum Muss geworden», sagt Steiger.
 
Auch die Firma Hand Baumaschinen AG sieht das so. Vor Ort war Kundenberater Peter Friedli, der erklärt, dass seine Firma über eine ganze Palette an Baugeräten verfügt, die dem Forstbetrieb zwar nutzen, aber nicht speziell für diesen Bereich konzipiert sind. An der diesjährigen Forstmesse stellte der Baumaschinenhändler jedoch fast ausschliesslich Holzhackmaschinen aus. «Diese Geräte sind speziell für den Forstbetrieb. Wir haben sie angeschafft, um unser Repertoire in diesem Bereich zu vervollständigen», erklärt Friedli. Und die Forstmesse sei der richtige Anlass, um diese Maschinen zur Geltung zu bringen.
 
Spezialisiert auf Geräte für die Forst- und Sägereibranche hat sich hingegen die Rohrer-Marti AG. Eine Nische geschaffen hat sich die Baumaschinenhändlerin aber vor allem im Bereich Stapler. Diese stellte sie auch an der Messe aus. Geschäftsführer Daniel Stuber ist aber davon überzeugt, dass es an der Messe nicht nur um die Präsentation geht: «Für mich ist es viel wichtiger, hier den Kundenkontakt zu pflegen und zu erhalten sowie Networking zu betreiben.»

Auszubildende ausgezeichnet

Gelegenheit zum Networking gab es an der Forstmesse zur Genüge. Denn laut Veranstalterin, der ZT Fachmessen AG, war die Messe mit 28 000 Besuchern gut frequentiert. Ein Highlight sei das 11 000 Quadratmeter grosse Demogelände gewesen, auf dem schwere Forstmaschinen und Geräte gezeigt und Live-Demonstrationen durchgeführt worden sind.
 
Anklang soll auch die Sonderschau «Treffpunkt Forst, Forêt, Foresta – Waldberufe im Trend» gefunden haben sowie die Herbarien, die Treffpunkt-Bar und das Kurzfilm-Försterkino. Das Kinopublikum habe sich vor allem für die Berufsbilder, 100 Jahre Schweizer Wald- und Forstgeschichte, die Gebirgsholzernte und die neue Suva-Kampagne interessiert. An der Messe selber zeichnete die Suva ausserdem 40 Auszubildende aus, die ihre dreijährige Forstwartlehre ohne einen Berufs- oder Freizeitunfall abgeschlossen haben. Ein Fachkongress zum Thema Waldzertifizierung mit 150 Teilnehmenden rundete das Programm ab.
 
Die nächste Internationale Forstmesse findet vom 18. bis 21. August 2011 in der bis dahin neu erstellten Messehalle in Luzern statt.