Ein bahntechnischer Blick in die Röhre

Ein bahntechnischer Blick in die Röhre

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Teaserbild-Quelle: Foto: Matthias Dietiker
2016 geht der Gotthard-Basistunnel ans Netz. Die Bahntechniker arbeiten deshalb mit Hochdruck an der Ausrüstung der 57 Kilometer langen Doppelröhre. Eine Tunneldurchfahrt zeigt, wo in Kürze bereits Testzüge fahren und welche Sicherheitseinrichtungen sich tief im Berg verbergen.
 
 
Personenzüge sollen ab 2016 mit bis zu 230 Stundenkilometern unter den Bergen der Gotthardregion hindurch rasen: In lediglich 18 Minuten durchfahren sie dann eine der beiden Einspur-Tunnelröhren. Die Arbeitsgemeinschaft transtec Gotthard baut im Gotthard-Basistunnel die Bahntechnik ein. Dazu gehören die Fahrbahn, die Fahrleitung, die allgemeine Stromversorgung sowie die Kabel-, Telekom- und Sicherungsanlagen. Per 1. November waren 59 Prozent dieser Arbeiten ausgeführt. Zwischen Bodio und Faido werden noch im Dezember die ersten schnellen Testfahrten stattfinden.
 
Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei richtungsgetrennten Einzelspur-Tunnels, die alle 325 Meter durch einen Querschlag verbunden sind. Die Doppelröhre wird von den Multfunktionsstellen Sedrun und Faido in drei etwa gleich lange Abschnitte unterteilt. Diese Nothaltestellen sind über Zugangsstollen und im Fall von Sedrun auch über zwei über 800 Meter tiefe Schächte erschlossen. Ein zusätzlicher 2,2 Kilometer langer Zugangsstollen führt bei Amsteg in den Basistunnel. Die Länge des gesamten Tunnel- und Stollensystems beträgt deshalb nicht weniger als 151,84 Kilometer. (gd)
 

Fakten und Zahlen

Die Bahntechnik: In der 57 Kilometer langen Doppelröhre des Gotthard-Basistunnels baut die Arbeitsgemeinschaft transtec Gotthard die Bahntechnik ein. Dazu gehören die Fahrbahn, die Fahrleitung, die allgemeine Stromversorgung sowie die Kabel-, Telekom- und Sicherungsanlagen. Für die mit den Zufahrten insgesamt 146 Kilometer Fahrbahn verbauen die Spezialisten 131 000 Kubikmeter Beton, 290 Kilometer Schienen, 380 000 Schwellenblocks und 30 Weichen. Von den gesamthaft 154 Kilometern Fahrleitungen werden 115 Kilometer im Tunnel und 39 Kilometer auf offener Strecke montiert. Aber auch 2631 Kilometer Lichtwellenleiter, 3200 Kilometer Kupferkabel und 120 Kilometer strahlendes Kabel für die Telekommunikation werden verlegt. Dazu kommen über 42 000 Kilometer Glasfaserleiter, dies ist mehr als der Erdumfang. 2200 Elektroschränke und 250 Transformatoren sind für die reibungslose Stromversorgung notwendig. 10 000 Leuchten, 3500 Schilder, 118 Kilometer Handlauf und 417 Notrufsäulen werden montiert.

Das Tunnelsystem: Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei richtungsgetrennten Einzelspur-Tunnels, die alle 325 Meter durch einen Querschlag verbunden sind. Die Doppelröhre wird von den Multfunktionsstellen Sedrun und Faido in drei etwa gleich lange Abschnitte unterteilt. Diese Nothaltestellen sind über Zugangsstollen und im Fall von Sedrun auch über zwei über 800 Meter tiefe Schächte erschlossen. Ein zusätzlicher 2,2 Kilometer langer Zugangsstollen führt bei Amsteg zum Basistunnel. Die Länge des gesamten Tunnel- und Stollensystems beträgt deshalb nicht weniger als 151,84 Kilometer. (gd)