BIM im Härtetest: Die komplett digitalisierte Büroerweiterung

BIM im Härtetest: Die komplett digitalisierte Büroerweiterung

Teaserbild-Quelle: Basler & Hofmann AG
BIM im Härtetest

Die Ingenieure von Basler & Hofmann loten derzeit beim Ausbau des eigenen Bürogebäudes auf der Forch die BIM-Grenzen aus. Ihr Projekt zeigt, was integral planen in digitalen Zeiten tatsächlich heisst.

Im Zürcherischen Esslingen läuft derzeit ein konsequenter BIM-Selbstversuch der Basler & Hofmann AG. Das Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen erprobt bei der Erweiterung des eigenen Bürogebäudes mit Baujahr 1996 den maximal digitalisierten Planungs- und Bauprozess. Geplant wurde der dreistöckige Neubau von allen Beteiligten und für alle Gewerke ausschliesslich in einem einzigen BIM-Modell, dies entgegen heute gängiger Praxis, bei der jede Disziplin zuerst ein eigenes Fachmodell erstellt. Das Projekt «Erweiterung Geschäftshaus A – eGHA» steht also für rollierende Echtzeit-Planung statt Modell-Koordination.

Nach Abschluss der Bauphase wird ein kompletter digitaler Zwilling vorliegen, der später für die Gebäudebewirtschaftung oder allfällige Umbauten genutzt werden kann. Gebaut wird seit Mai 2018 komplett ohne 2D-Pläne. Stattdessen besteht mittels Tablet direkter Zugriff auf das digitale Model, was vom Rohbau bis zur Innenausstattung das modellbasierte Arbeiten ermöglicht.

Das Projekt von Basler & Hofmann gehört beim diesjährigen AEC Excellence Award zu den drei Finalisten in der Kategorie «Building Design – Small Projects». Mit dem vom Software-Hersteller Autodesk ins Leben gerufenen Preis werden seit 2012 jährlich internationale Projekte ausgezeichnet, die neue Technologien und insbesondere BIM zukunftsweisend einsetzen. (mgt/gd)

Die spannende Reportage zum Pilotprojekt lesen Sie hier.

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