Zehn Jahre I-Shift

Zehn Jahre I-Shift

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 Als I-Shift auf den Markt kam, war dieses System etwas völlig Neues. Damals glaubten nur ­wenige an ein Getriebesystem, das ausschliesslich für automatische Gangwechsel ausgelegt war. Heute ist I-Shift eines der am meisten geschätzten Produkte von Volvo Trucks.
Heuer feiert I-Shift sein 10-Jahre-Jubiläum. 80 Prozent der FH-Lkw von Volvo sind mit diesem System ausgerüstet, das schnelle Gangwechsel erlaubt ohne Kupplungspedal erlaubt. Bei der Markteinführung 2001 sah das ganz ­anders aus. Es gab bereits eine Reihe von AMT (Automated Mechanical Transmissions = automatisierte mechanische Getriebe), die jedoch alle auf Schaltgetrieben basierten, welche für automatische Gangwechsel angepasst wurden. Sie waren oft nicht ganz ­zuverlässig und führten zu Kundenbeschwerden.
 
Massgeschneidert für Fernverkehr
 
Volvo Trucks glaubte an das Konzept eines Getriebe­systems, das von Anfang an für automatische Gangwechsel ausgestaltet wurde. Hauptziel war eine Anpassung an die Anforderungen für den Ferntransport. Nur ein Jahr nach Markteinführung waren 14 Prozent aller verkauften Volvo-­Lkw mit I-Shift ausgerüstet. Zum Vergleich: Der Vorgänger Geartronic, das erste AMT von Volvo Trucks, wurde in nur 1 Prozent aller verkauften Lkw verbaut. «Wir schufen ein völlig neues unsynchronisiertes Basisgetriebe und ein integriertes Steuergerät mit der gesamten Elektronik», erklärt Sven-Erik Tibb, führender Projektmanager bei der Entwicklung von I-Shift. «Dann haben wir das System mit der für den Fernverkehr massgeschneiderten Software versehen.» Das neue I-Shift war daher die Kombination einer einfachen und unkomplizierten ­Mechanik mit einer elektronischen Steuerung.
 
Zweite Generation
 
Als 2005 die zweite Generation von I-Shift marktreif war, wurden der vordere und hintere Teil des Getriebes überarbeitet, um ein neues Kupplungssystem und ein Rangegetriebe aufzunehmen. ­Dadurch wurde die Kapazität für ­höhere Gesamtzuggewichte erweitert, sodass I-Shift jetzt in Lkw eingebaut werden konnte, die im Baustellenverkehr oder für Holztransporte eingesetzt wurden. In der Folge fand das Getriebe auch in Lkw mit 16-Liter-Motoren ­Verwendung, und nicht nur in Fahrzeugen mit 9- oder 12-Liter-Triebwerken.
 
Dritte Generation
 
Die dritte Getriebegeneration kam 2009 auf den Markt und wurde für die Euro-5-Norm ausgelegt. Sie verfügte über Verbesserungen der Hardware und eine neue Software, die das Getriebe für noch anspruchsvollere Transportaufgaben geeignet machten. So war es jetzt möglich, schwer beladene Lkw freizuschaukeln.
«Von Anfang an haben wir Programme für verschiedene Einsatzarten entwickelt. Mit jeder neuen Generation kamen neue Einsatzbereiche hinzu, und jetzt können sogar schwere Baufahrzeuge wie der Volvo FMX mit I-Shift ausgerüstet werden», sagt Sven-Erik Tibb, der heute Bereichsleiter für Antriebsstränge und Hybridfahrzeuge bei Volvo ist.
Åke Zander, technischer Direktor bei Volvo ­Powertrain, war ebenfalls von Beginn an dabei. Seiner Meinung nach kann I-Shift den Kraftstoffverbrauch auf demselben Niveau halten, wie es der beste Fahrer an seinem besten Tag mit ­einem Schaltgetriebe kann. Die Elektronik stellt stets die richtige Gangwahl sicher, damit der Motor so wirtschaftlich wie möglich arbeiten kann.
 
Wie sieht die Zukunft aus?
 
Euro 6 wird bald eingeführt, und die Getriebe­systeme müssen an die neuen Motoren angepasst werden. «Die nächste Generation wirdsogar noch wirtschaftlicher werden. Ausserdem werden wir das bereits Erreichte konsolidieren, verfeinern und festigen und die Einsatzbereiche für I-Shift weiter ausbauen», verspricht Åke ­Zander.
 
Tel. 044 847 61 11
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