Innovative Krantechnik im Vorzeige-Industriebau

Innovative Krantechnik im Vorzeige-Industriebau

Gefäss: 
 
Die Calag Carrosserie Langenthal AG bezog am 1. Dezember 2011 die neuen Räumlichkeiten an der Chasseralstrasse 7 in Langenthal. Partner in Sachen Krantechnologie bei der Projekt-realisierung war die Marti-Dytan AG mit Sitz in Horw.
Das Langenthaler Traditionsunternehmen mit rund 140 Mitarbeitenden ist ein Fahrzeugbau- und Carrosseriebetrieb, der in den fünf Handwerks-bereichen Neuanfertigung, Reparatur, ­Service, ­Lackierung und Beschriftung tätig ist. Besonderen Wert legt die Geschäftsleitung auf Schweizer Qualität. Die Organisation ist nach ISO 9001 und ­EUROGARANT zertifiziert. Auf einer Grundstücksfläche von 27 755 Quadratmetern wurde der Neubau realisiert. Die Nutzfläche beträgt 12 610 Quadratmeter. Alle 48 Reparaturplätze sind durch Tore erschlossen.
 
Der moderne Industriebau im Langenthaler Wolfhusenfeld ist ein Vorzeigeobjekt. Die Halle A schliesst sich an den Bürotrakt mit dem Beschriftungsatelier an. Sie ist elf Meter hoch, 100 Meter lang und 45 Meter breit. Die Grundfläche ­beträgt 4500 Quadratmeter. Hier wurden 15 Zufahrts-tore zu den Bereichen Neuanfertigung und Reparatur von Nutzfahrzeugen eingebaut und elf Hallenkrane – alles Normkranprodukte – sowie ein Aussenkran installiert.
 
Im ersten Teil der Halle befindet sich die Neuanfertigung, in welcher Fahrzeuge auf- und umgebaut werden. Im rechten Abschnitt sind drei ­Einträger-Laufkrane ELK 5 t + 5 t installiert. Sie sind mit jeweils zwei Abus-Laufkatzen versehen, damit sperrige Lasten wie Kastenaufbauten besser aufgenommen werden können. In der Mitte der Halle zieht sich ein Zwischenboden bis zum Hallenende durch. Auf der gegenüberliegenden Seite sind zwei Einträger-Laufkrane 5 t +5 t sowie ein Zweiträger-Laufkran 16 t + 5 t in Betrieb. Die Kastenauf-bauten werden in der Regel ­zuerst montiert und dann auf dem Fahrzeug fixiert. Die schwersten bisher gehobenen Lasten sind Fahrzeugaufbaukrane mit 13,5 Tonnen Gesamtgewicht.
 
Im zweiten und dritten Teil der Halle befindet sich der Reparaturbereich von Nutzfahrzeugen. Im zweiten Abschnitt werden die Carrosserien von Bussen instand gehalten. Diese Abteilung ist durch eine Trennwand vom anderen Teil separiert. Die Kranlaufbahn wurde relativ früh mit dem gesamten Stahlbau ­errichtet. Es konnte ein erster Kran installiert werden, der dann bei Verschiebungen im Lauf der ­Halleneinrichtung behilflich war. Im dritten und ­hintersten Teil der Halle A werden LKW und Anhänger gerichtet und instand gestellt. Dort befinden sich ein Einträger-Laufkran 5 t + 5 t und zwei Zweiträger-Laufkrane 10 t + 5 t. Zwei der Krananlagen sind mit Funkfernsteuerungen ausgestattet.
 
Aussenkran für grosse Teile
Die Halle B hat eine Raumhöhe von sieben Metern und eine Grundfläche von 3780 Quadratmetern. Sie beherbergt den Reparaturbereich für Carrosserien bis 3,5 Tonnen, die Lackierabtei-lungen, die Sandstrahlerei, einen Nutzfahrzeug-Waschraum und die Prüfhalle, welche ebenfalls alle durch Tore zugänglich sind. Auf der Rückseite der Halle B ist der Aussenkran installiert. Dieser Zweiträger-Laufkran mit 16 Tonnen Tragfähigkeit befördert die Lasten auf Schienenwagen, die dann in die Halle gefahren werden. In der 18,5-Meter-Lackierkabine haben auch grosse Teile Platz. Die grösste Lackierkabine hat eine Länge von 25 Metern. Im Rohmateriallager ist ein weiterer Einträgerlaufkran 5 t installiert.
 
Tel. 041 209 61 61