Gute Bedingungen für Jugendliche auf dem Schweizer Arbeitsmarkt

Gute Bedingungen für Jugendliche auf dem Schweizer Arbeitsmarkt

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Gute Bedingungen für Jugendliche

Jugendliche können auf dem Schweizer Arbeitsmarkt nach wie vor mit guten Bedingungen rechnen. Dies zeigt der aktuelle Jugendarbeitsmarktindex der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF). Im europaweiten Vergleich rangiert die Schweiz an zweiter Stelle, Dänemark an erster.

Jugendlicher, Symbolbild.
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Jed Villejo, unsplash

Die Aussichten für jugendliche Arbeitnehmer sind in der Schweiz gut. Die Schweiz ist auf Platz zwei der Top Ten. Auf dem ersten rangiert Dänemark. Rang drei belegt Litauen, gefolgt von Holland (4), Deutschland (5), Österreich (6), Estland (7), Norwegen (8), Lettland (9) und Luxembourg (10).

Der Jugendarbeitsmarktindex wird alljährlich erhoben, er umfasst 178 Länder und bildet in der aktuellen Ausgabe den Zeitraum zwischen 1991 und 2016 ab. Er bezieht jeweils verschiedene Indikatoren mit ein, die in vier Bereiche gliedert sind: Arbeitsmarktstatus, Arbeitsqualität, Bildungssystem und Leichtigkeit des Arbeitsmarkteintritts. Heuer stand bei der Untersuchung der sogenannte „Skills Mismatch“ im Fokus. Das heisst, die Tatsache, dass sich die Nachfrage jugendlicher Arbeitnehmer mit entsprechender Ausbildung nicht mit dem Angebot deckt. Die Experten des KOF machten drei Gruppen aus: In der ersten ist der Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage in der ersten Gruppe gering. Dazu gehören etwa die Schweiz, Griechenland, Portugal und Italien.

Die zweite und dritte Gruppe weisen hingegen einen deutlichen „Skills Mismatch“ auf sowie eine zu kleine Nachfrage nach jungen Arbeitnehmern, die nur einen Abschluss auf Primärstufe vorweisen können. Allerdings unterscheiden sich beiden Gruppen voneinander: Bei der zweiten Gruppe gibt es eine übergrosse Nachfrage nach jungen Arbeitnehmern mit einem Abschluss auf Sekundar- und Tertiärstufe.  Dies betrifft etwa Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Deutschland und Österreich. Derweil weist die dritte Gruppe sowohl auf Sekundär- als auch auf Tertiärstufe eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auf, aber der Unterschied ist eindeutig viel grösser im Tertiärbereich. Dies gilt etwa für Frankreich, Spanien, Belgien, Grossbritannien und Polen.  (mai/mgt)