Chefsache mit Ralph Turke: «Authentisch sein»

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Er wolle als Vorbild die Werte des Unternehmens klar kommunizieren und diese auch vorleben, sagt Ralph Turke, CEO der Stihl Vertriebs AG. In der Interview-Serie «Chefsache» nimmt er Stellung zu Fragen rund um das Thema Führung.

Ralph Turke ist CEO der Stihl Vertriebs AG
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Christian Dancker, zvg

Ralph Turke ist CEO der Stihl Vertriebs AG.

Wie lautet Ihr allerwichtigster Führungsgrundsatz?

Ralph Turke: Authentisch und somit auch für die Mitarbeiter greifbar zu sein. Als Vorbild die Werte klar zu kommunizieren und diese auch vorzuleben.

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Gut. Eine fundierte Kritik ist für mich eine Chance, zu wachsen und mich weiterzuentwickeln. Somit ist diese immer herzlich willkommen.

Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter?

Ich delegiere Verantwortung und Kompetenz mit viel Freiraum und dem Anspruch an die Mitarbeiter, zu entscheiden, als wäre es ihre Firma.

Darf ein Chef oder eine Chefin auch Schwächen zeigen? Warum?

Jeder hat seine Stärken und Schwächen, und diese dürfen gelebt werden.

In welchen beruflichen Situationen sind Sie schon an Ihre Grenzen gestossen?

Wenn ich mit meinen innovativen Ideen unbegründet auf Widerstand stosse. Da ist es die Kunst, mit viel Überzeugungskraft und Argumentation das Gegenüber ins Boot zu holen.

Bei welchen wichtigen Entscheiden haben Sie sich schon einsam gefühlt?

Als Chef muss man teils einsam Entscheide treffen.

Sehen Sie in der Digitalisierung eine Chance oder eine Gefahr?

Die Digitalisierung sehe ich klar als Chance. Das ist ein sehr spannendes, aber auch vielschichtiges Thema. Wir befinden uns mitten in diesem Prozess, und es zeigen sich die vielen Facetten der Digitalisierung.

Wer war der Held oder die Heldin Ihrer Kindheit?

Ab und zu meine Eltern, aber Superman war doch mein Favorit.

Welche Fähigkeiten möchten Sie besitzen?

Ein Instrument beherrschen. Ich habe Gitarre spielen gelernt. Leider fehlte es an Disziplin und Zeit.

Als welches Tier würden Sie gerne ein zweites Mal leben?

Als Kater würde ich mich sehen. Ich finde, mein Kater hat ein sehr gutes Leben, und das würde mir auch gefallen.

Wie bringen Sie Beruf und Privatleben unter einen Hut?

Das geht gut. Es gibt Zeiten, da überwiegt einmal der Beruf, aber alles im grünen Bereich. Solange die Arbeit Spass macht, dann ist es wie ein Hobby. Das macht man einfach gerne.

Wo können Sie wirklich abschalten?

Mit dem Bike oder Motorrad über die Felder zu fahren und die Weite zu geniessen, das erfüllt mich mit Freude und inspiriert mich in jedem Bereich. (stg)

Chefsache

In der Interview-Serie «Chefsache» nehmen bekannte Exponenten der Bauwirtschaft in loser Folge Stellung zu Fragen rund um das Thema Führung. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten die gleichen 20 Fragen, von denen sie zwölf auswählen und schriftlich beantworten können.