Chefsache: Markus Mettler: «Vertrauen, getrauen, betrauen»

«Chefsache» heisst die neue Interview-Serie im Baublatt. Bekannte Exponenten der Bauwirtschaft nehmen in loser Folge Stellung zu Fragen rund um das Thema Führung. Diesmal ist es Markus Mettler, CEO der Halter AG.

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Fehler und Streitkultur sind das wichtigste Element für erfolgreiches unternehmerisches Wirken und das Risiko-Chancen-Management. Führungskräfte müssen hier Vorbild sein. Das gilt natürlich auch für mich. Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter? Ich versuche Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung dort zuzuweisen, wo sich die Mitarbeitenden entwickeln und beweisen können. Um Sicherheit zu vermitteln, begleite ich sie mit meinem Coaching – so viel wie gewünscht und notwendig.

Darf ein Chef auch Schwächen zeigen? Warum?

Natürlich. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Der Chef ist auch nur ein Mensch und Bestandteil des Teams. Jedes einzelne Teammitglied sollte dort eingesetzt sein, wo es seine Stärken hat. Als Chef sollte man natürlich im Bereich der Führungskompetenz möglichst keine Schwächen haben ...

Wie schätzen Sie die aktuelle Lage der Bauwirtschaft ein?

Der Bauzyklus steht am Ende einer langen Boomphase, die vielleicht noch etwas andauert. Die Gesamtproduktivität der Bauwirtschaft ist in den letzten zwei Jahrzehnten allerdings praktisch gleichgeblieben. Meine Prognose ist, dass ein Rückgang des Bauvolumens schmerzhaft für grosse Teile der Planungs- und AusführungsBranche werden wird.

Sehen Sie in der Digitalisierung eine Chance oder eine Gefahr?

Die Digitalisierung bricht die in der Schweiz einmalige Trennung zwischen Planung und Ausführung auf. Dies wird eine einmalige Chance werden für zahlreiche Innovationen. Auf der anderen Seite werden Geschäftsmodelle disruptiv verändert; hier wird es Gewinner und Verlierer geben. Für die Halter AG sehen wir in der Digitalisierung definitiv eine grosse Chance.

(link is external) baublattbb1908chefsachemettlermanagement.pdf

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