08:10 KOMMUNAL

Wie die Gemeinde klimafit wird

Teaserbild-Quelle: Veronika Sutter

Städte und Gemeinden bereiten sich unterschiedlich auf die Klimaveränderungen im Siedlungsraum vor. Ob mit Massnahmenplänen, raumplanerischen Instrumenten oder konkreten Bauvorgaben, die Palette an Handlungsmöglichkeiten ist breit. Ein Win-win-Effekt ist dabei möglich, wenn gleichzeitig die heimische Flora und Fauna gefördert wird.

Kombination Photovoltaik-Anlage mit Dachbegrünung Greencity Zürich

Quelle: Veronika Sutter

Die Greencity in Zürich zeigt, wie die Kombination einer Photovoltaik-Anlage mit einer Dachbegrünung aussehen kann.

Mitte März rief der Bundesrat wegen der Corona-Pandemie die ausserordentliche Lage aus. Grössere Veranstaltungen waren schon länger verboten, sämtliche Schulen wurden geschlossen, ebenso Geschäfte, Restaurants und Bars. Auch Gemeindeverwaltungen setzten immer mehr auf Homeoffice, geschlossene Schalter vor Ort, dafür Online-Services. Jede und jeder musste sich mit der Situation im persönlichen und beruflichen Umfeld neu organisieren und neue Gewohnheiten entwickeln.

Aus Krisen lernen

Was waren nochmal die Themen, welche zuvor die Medien gefüllt haben? Der Klimawandel? Greta? Da war eine junge engagierte Schwedin, welche durch ihre Überzeugung vieles ins Rollen gebracht hatte, das zuvor undenkbar gewesen wäre. Vielerorts wurde der «Klimanotstand» ausgerufen und die Handlungsdringlichkeit im Ansatz erkannt. Doch viele konkrete Massnahmen schienen in weiter Ferne: Die Reduktion von privaten und geschäftlichen Flugreisen oder gar der Verzicht darauf, weniger Mobilität durch vermehrtes Homeoffice, die konsequente Anwendung von Telefon- oder Videokonferenzen, all dies war undenkbar.

Die negativen Folgen, die wir als Gesellschaft und Wirtschaft durch Covid-19 zu tragen haben, sind weder fass- noch abschätzbar. Aber können wir aus der aktuellen Situation nicht auch etwas Positives in unsere Zukunft nehmen, um der nächsten Krise angemessen zu begegnen? Wir haben gelernt, Gewohnheiten zu durchbrechen, ungewöhnliche Massnahmen zu ergreifen, uns anzupassen, alltägliche Dinge zu hinterfragen, Werte neu zu definieren, kreative Lösungen zu finden, Dinge zu relativieren und anders zu sehen.

Anpassung an Klimabedingungen

Die nächste Krise wird kommen. Es wird wärmer, trockener, Wetter-Extremereignisse häufen sich. Die Rede ist von der Klimakrise. Es braucht ein Durchbrechen von Gewohnheiten, ungewöhnliche Massnahmen und Kreativität. Eine Reduktion der Treibhausgase alleine wird in Zukunft nicht ausreichen. Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher zu spüren sein, weshalb wir uns unweigerlich an die sich verändernden Klimabedingungen anpassen müssen. Jede und jeder einzelne – auch Gemeinden.

Aber wie geht Klimaanpassung auf kommunaler Stufe oder auf Stufe eines konkreten Bauprojekts? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Hilfsmittel und Planungsgrundsätze gibt es bereits heute. Nun müssen wir aktiv werden. Wir bauen und gestalten Gebäude und öffentliche Räume, die auch in 40 Jahren – im Jahr 2060 – den Anforderungen unserer Gesellschaft und der Bevölkerung gerecht werden müssen.

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Autoren

Veronika Sutter, Amstein + Walthert AG.

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