Thun: Gemeinderat will eine attraktivere Innenstadt

Thun: Gemeinderat will eine attraktivere Innenstadt

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Cyril Doussin (CC BY-SA 2.0)

Nach der Einführung der Fussgängerzone will der Gemeinderat die Thuner Innenstadt weiter aufwerten. Eine Studie soll deshalb die künftige Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums klären. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit von 230'000 Franken.

Rathausplatz in Thun: Der Gemeinderat will die Innenstadt weiter aufwerten
Quelle: 
Cyril Doussin (CC BY-SA 2.0)

Rathausplatz in Thun: Der Gemeinderat will die Innenstadt weiter aufwerten.

Weniger Parkplätze, mehr Fussgängerzone: Diese Massnahmen haben die Thuner Innenstadt im Spätherbst 2018 stark verändert. Insgesamt 240 oberirdische Parkplätze wurden gestrichen. Ein wichtiger Schritt für ein belebtes Stadtzentrum, allerdings noch nicht genug, ist der Thuner Gemeinderat überzeugt.

"Die Innenstadt hat städtebaulich, wirtschaftlich und als Begegnungsort einen zentralen Stellenwert für die Bevölkerung, das Gewerbe und die ganze Stadt Thun – auch als Tourismusdestination", schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung. Der Gemeinderat sieht die Aufhebung der Parkplätze und die neue Fussgängerzone deshalb als gute Gelegenheit, das Herz der Stadt Thun noch attraktiver zu gestalten.

Pimp my Innenstadt

Wie sollen die öffentlichen Räume in Thun denn künftig aussehen? Ein Gestaltungskonzept soll Klarheit schaffen. Der Gemeinderat lanciert dazu ein Studienverfahren inklusive Massnahmenkatalog und Umsetzungsplan. Ziel des Studienauftrages ist es, eine umfassende Analyse und Gesamtbeurteilung vorzunehmen. Es ist ein Konzept gefragt, das die Räume, Plätze und deren Bedeutung im Stadtraum klar definiert. Ein konkreter Massnahmenkatalog soll Möglichkeiten aufzeigen, den öffentlichen Raum zu bespielen und zu nutzen. Dabei werden auch die Beleuchtung, Möblierung, Bepflanzung und weitere Elemente einbezogen.

Mit diesem Vorgehen kommt der Gemeinderat auch den Forderungen diverser politischer Vorstösse zur Attraktivierung der Innenstadt nach. Für den Studienauftrag beantragt er dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit von 230'000 Franken. Dieser befindet in seiner März-Sitzung über das Geschäft.

Falls der Stadtrat den Kredit bewilligt, wird im Sommer 2019 ein Planerwahlverfahren lanciert und via öffentliche Ausschreibung ein qualifiziertes Bearbeitungsteam gesucht. Eine Fachjury unter der Leitung von Stadtpräsident Raphael Lanz wählt das Team. Dieses erarbeitet anschliessend bis im Sommer 2020 zusammen mit der Stadt Thun Gestaltungskonzept, Umsetzungsplan und Massnahmenkatalog.

Kleinere Massnahmen gleichzeitig denkbar

Die Aufwertung und Gestaltung des öffentlichen Raums ist auch eine der fünf tragenden Strategien des Stadtentwicklungskonzeptes "STEK 2035", das der Gemeinderat Ende letzten Jahres als Grundlage für die künftige Entwicklung Thuns verabschiedet hat. Mit der Anfang Februar lancierten Aktion "Thun nimmt Platz", bei der die Fussgängerzone mit individuell gestalteten Sitzbänken aufgewertet wird, hat die Stadt bereits ein Zeichen gesetzt.

Weitere kleinere und kostengünstigere Massnahmen mit Pop-up-Charakter zur Verschönerung der Innenstadt sind weiterhin auch vor Abschluss des Studienverfahrens möglich. Bereits vorhandene Grundlagen wie etwa das Leitbild Altstadt-Entwicklung und der Lichtplan Aussenraum werden in das Gestaltungskonzept eingebunden. (mgt/nsi)

Perimeterdefinition für den Studienauftrag zur Aufwertung der Innenstadt Thuns
Quelle: 
Stadt Thun

Die Perimeterdefinition für den Studienauftrag. Gelb: Bearbeitungsperimeter; Pink: Laufende Projekte zur Sanierung und Erneuerung der Strassenräume; Blau: Betrachtungsperimeter.