Stadt Zug lanciert Plattform zur Mitwirkung an Ortsplanung

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Die Stadt Zug revidiert ihre Ortsplanung, um bis 2040 Platz für 15'000 zusätzliche Einwohner und 9000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Im Zuge dessen hat die Stadt am Mittwoch eine Online-Mitwirkungsplattform für die Bevölkerung lanciert.

Die Altstadt von Zug
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LohriPR wikimedia CC BY-SA 4.0

Altstadt von Zug, Symbolbild.

Nach dem Ja zum Raumplanungsgesetz des Bundes haben die Zuger Gemeinden bis 2025 Zeit, ihre Ortsplanung anzupassen. In diesem Prozess bezieht die Stadt Zug nun die Bevölkerung mit ein, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Mittels Grossgruppenanlässen und der neu lancierten Online-Mitwirkungsplattform www.mitwirken-zug.ch soll die Bevölkerung ihre Anliegen äussern und Ideen einbringen können. Zunächst solle so eine Strategie zur Entwicklung für die nächsten 20 Jahre erarbeitet werden. In einem zweiten Schritt folge die Nutzungsplanung, die die Festsetzung des Zonenplans und der Bauordnung beinhaltet.

9000 neue Arbeitsplätze bis 2040

Laut einer Prognose des Zuger Baudepartements und den Vorgaben des Kantonalen Richtplans wird die Stadt Zug bis 2040 von gegenwärtig 31‘400 auf 46‘000 Einwohner wachsen und um 9000 Arbeitsplätze zulegen. Dieses Wachstum soll in den Verdichtungsgebieten im Zentrum der Stadt und in der Äusseren Lorzenallmend erfolgen.

Die Ortsplanungsrevision soll dieses Wachstum nun in die richtigen Bahnen lenken. In einer ersten Phase stehen demnach Mobilität, die Qualität der Strassen- und Aussenräume sowie die Naherholungsflächen im Fokus, heisst es in der Mitteilung. Im Rahmen einer Bestandesaufnahme wurde im vergangenen Jahr die Bevölkerung zur Mobilität der Stadt Zug befragt.

Drei Viertel mit Verkehrssituation zufrieden

Das Fazit: Mehr als drei Viertel der Einwohner seien mit der Verkehrssituation zufrieden. Hauptfaktor dieses Ergebnisses sei die Qualität des öffentlichen Verkehrs, aber auch die Bedingungen für den motorisierten Individualverkehr würden positiv beurteilt, wie die Stadt weiter mitteilte.

Hinsichtlich der Verkehrspolitik wolle die Bevölkerung Massnahmen für die Aufenthaltsqualität und für den Veloverkehr fördern. Insgesamt seien möglichst viele Grün- und Freiräume gewünscht, wie Zuger Stadtplaner Harald Klein in der Mitteilung die Ergebnisse der Befragung zusammenfasst. (mgt/pb)

Zur Mitwirkungsplattform: www.mitwirken-zug.ch  

Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung können hier nachgelesen werden.