Russrindenkrankheit in Basel: Der schwarze Tod von Bäumen

Teaserbild-Quelle: Alexandra von Ascheraden

Rissige Rinde und schwarz berusste Stämme sind die Anzeichen der Russrindenkrankheit, die im Baselbiet grassiert. Befallene Bäume dürfen nur in Schutzkleidung gefällt werden, da Pilzsporen bei häufigem Kontakt gefährlich sind. Eine Herausforderung für Förster und Stadtgärtnerei.

Eine schwarze russartige Schicht, ein dichter Teppich aus Sporen des Pilzes Cryptostroma corticale, hat der Russrindenkrankheit zu ihrem Namen verholfen. Nach zwei heissen trockenen Sommern sind rund um Basel mit seinen durchlässigen Jurakalkböden zahlreiche Ahornbäume geschwächt.

Ein Pilz, der vermutlich schon jahrelang unbemerkt in ihnen schlummerte, bringt ihnen nun den Tod. In langen Streifen platzt die Rinde auf und die Bäume sterben ab. Im Stammquerschnitt befallener Bäume sind grossflächige bläuliche bis grünliche Verfärbungen erkennbar. Bald tritt Weissfäule ein und die betroffenen Bäume werden bruchanfällig.

Holz vernichten

Das Holz muss vernichtet werden, da die Pilzsporen dem Menschen gefährlich werden können. Die Sporen können zu einer allergisch bedingten Entzündung der Lungenbläschen führen, einer so genannten Alveolitis, sofern man sich ihnen mehrfach sowie ungeschützt aussetzt und in grosser Menge einatmet. Wobei es von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein kann, ob und wie stark der Körper reagiert, wie Stephan Ramin von der Basler Stadtgärtnerei anmerkt.

Die Russrindenkrankheit ist nicht meldepflichtig. Dennoch sammelt Valentin Queloz vom Waldschutz Schweiz der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), die Meldungen: «Im Sommer 2019 wurden gehäuft vor allem aus dem Raum Basel Fälle gemeldet. Einzelne Meldungen gibt es auch aus Neuenburg und Solothurn», so Queloz. Auch vorher gab es immer wieder Einzelfälle, vor allem im Tessin oder in der Westschweiz.

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