16:10 KOMMUNAL

Porträt Regine Giesecke: Stadt-Chronistin mit der Kamera

Autoren: Karin Stei
Teaserbild-Quelle: Regine Giesecke

Als Architektur-Fotografin ist Regine Giesecke fasziniert von den vielfältigen Veränderungen, die Stadtlandschaften erfahren. Mit ihrer neuen Ausstellung «Zuger Ansichten 2020» will sie die Wahrnehmung der Bewohner für die baulichen Entwicklungen in Zug schärfen. 

Stierenmarktareal in Zug

Quelle: Regine Giesecke

Das Stierenmarktareal in Zug: Eine grosse Fläche steht hier für den jährlich stattfindenden Stierenmarkt bereit. Rechts im Bild zu sehen ist das sehr prominente Hochhaus «Uptown» an der Bossardarena. Links im Hintergrund erstreckt sich das Wohnquartier «Herti».

Für ihren letzten Auftrag musste sich Regine Giesecke sogar aufs Eis legen. Im OYM in Cham bei Zug – einem Zentrum für Spitzenathletik – fing sie das Training von Eishockeyspielern ein. «Das war für mich neu, da ich beim Fotografieren von Gebäuden und Räumen normal viel Zeit habe. Im OYM dagegen flitzten die Spieler um mich herum», erzählt Regine Giesecke schmunzelnd. Ursprünglich kommt die Fotografin aus Deutschland. Der Liebe wegen zog sie 2008 von Wiesbaden nach Zug. Ein neuer Lebensabschnitt, der auch beruflich einen Einschnitt markierte. 

Die studierte Kommunikationsdesignerin mit Schwerpunkt Grafik und Fotografie gab ihre Kommunikationsagentur auf und entdeckte die Architektur-Fotografie erneut für sich. Schon als Jugendliche hatte Giesecke die Fotografie in Verbindung mit Gebäudeaufnahmen fasziniert. «Der Reiz beim Fotografieren von Architektur ist, ein dreidimensionales Objekt in ein zweidimensionales, schönes Bild zu übertragen, wobei beide Objekte für sich stehen», sagt Giesecke. Schnell fasste sie mit ihrem präzisen und eleganten Fotografie-Stil bei Architekten, Immobilienmaklern sowie privaten und öffentlichen Einrichtungen beruflich Fuss. Und auch die neue Heimat Zug wuchs ihr ans Herz. «Der See und das Bergpanorama sind wunderschön, es gibt Bilderbuchgassen, aber auch moderne Architektur und wachsende Industriegebiete», sagt Giesecke. 

Zug expandiert in Breite und Höhe

Zug ist eine Stadt mit vielen Gesichtern: touristisches Kleinod; konservativ-traditionelle Kleinstadt; Steuerparadies für internationale Firmen. Und Zug expandiert – in die Breite und Höhe, wie beispielhaft die Pläne für das Technologie-Cluster auf dem V-Zug-Areal zeigen sowie die ersten Hochhausbauten, die in den vergangenen Jahren in der Nähe des Bahnhofs entstanden sind. «Da sich Zug in den kommenden Jahren rasant verändern wird, bin ich auf die Idee gekommen, diese Entwicklungen fotografisch festzuhalten», erklärt Regine Giesecke. Ihre Bilder präsentiert sie nun einem interessierten Publikum in der Ausstellung «Zuger Ansichten 2020», die ab dem 30. Oktober für zwei Wochen in der Shedhalle in Zug zu sehen sein wird. 

Die von verschiedenen Einrichtungen geförderte Ausstellung markiert auch den Start einer Langzeitdokumentation zur Stadtentwicklung. Alle fünf Jahre will Giesecke die baulichen Veränderungen in Zug im Bild festhalten. «Diese Chronistenrolle ist mein Beitrag an die Stadt, die mich wunderbar persönlich wie beruflich aufgenommen hat. Ich möchte damit eine wertvolle Sammlung von Motiven der Stadt Zug im Wandel der Zeit anlegen.»

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