NPV: Wie ist der Strassen- und Schienenverkehr unterwegs?

Teaserbild-Quelle: Andrea Damm / pixelio.de
Neues Nationales Personenverkehrsmodell

Wie wirkt sich eine veränderte Raumplanung auf den Personenverkehr aus? Das Nationale Personenverkehrsmodell (NPV) des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) soll dabei helfen, Antworten auf solche Fragen zu finden und Entwicklungen abzuschätzen. - Es deckt die ganze Schweiz ab und umfasst sowohl Strassen- als auch Schienennetz.


Strassenschilder (Symbolbild)
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Andrea Damm / pixelio.de

Das NPV hilft dabei abzuschätzen, wie sich der Vekehr enwickelt. (Strassenschilder, Symbolbild).

Das Uvek stellt nun ein neues Modell zur Verfügung: Es bildet das Schweizer Verkehrssystem von 2017 als Basisjahr ab, dabei berücksichtigt es das Auto und den ÖV ebenso wie den Velo- und Fussverkehr. Mit Annahmen, wie sich zum Beispiel Bevölkerung, Arbeitsplätze und Einkommen entwickeln, lassen sich Voraussagen zum Mobilitätsverhalten berechnen.

So kann zum Beispiel kann mit dem NPVM analysiert werden, wie sich eine ältere Bevölkerung, neue Siedlungen, Arbeitsplätze, Anpassungen an der Verkehrsinfrastruktur oder an Fahrplänen des öffentlichen Verkehrs auf das Mobilitätsverhalten auswirken. Zudem lassen sich mit dem NPVM auch auch die Effekte aufzeigen, die häufigeres Arbeiten im Home Office oder veränderte Fahrkosten für ÖV und PKW mit sich bringen.

100 Personengruppen in 8000 Verkehrszonen

In das Modell sind unterschiedliche Datengrundlagen mit eingeflossen, etwa zur Bevölkerung, zum Besitz von Autos, zu ÖV-Abonnementen oder zu den Kapazitäten des Bahnverkehrs. Zudem beruht das NPVM auf den Ergebnissen der grössten Befragungen zum Mobilitätsverhalten: Dem Mikrozensus Mobilität und Verkehr sowie der Befragung zur Wahl von Verkehrsmittel und Route.

Damit das Mobilitätsverhalten abgebildet werden kann, unterteilt das NPVM die Bevölkerung über hundert Gruppen. Sie unterscheiden sich nach Alter, Erwerbsstatus und dem Besitz von Autos und ÖV-Abonnementen. So kann sich eine Gruppe etwa durch folgende Merkmale auszeichnen: erwerbstätig, 25- bis 44-jährig, ohne Personenwagen, mit ÖV-Abonnement. In Kombination mit dem räumlichen Detaillierungsgrad von fast 8000 Verkehrszonen in der Schweiz kann das Verkehrssystem realitätsnah abgebildet werden. (mai/mgt)

Weitere Informationen auf der Website des Bundesamts für Raumentwicklung: www.are.admin.ch