13:01 KOMMUNAL

Interview mit dem Winterthurer Stadtpräsidenten: «Wir wollen eine durchmischte Stadt»

Teaserbild-Quelle: Andreas Mader / Winterthurer Bibliotheken 

Die Stadt Winterthur ist auf Wachstumskurs. Warum das so ist, weiss niemand besser als der Stadtpräsident Michael Künzle. Er verrät auch, warum die Baugenossenschaften für die weitere Entwicklung der Stadt wichtig sind – und wo sie dereinst zum Zuge kommen könnten.

Winterthur 3

Quelle: Andreas Mader / Winterthurer Bibliotheken 

Auf dem Sulzer-Areal Stadtmitte wechseln historisch wertvolle Industriebauten mit neuen Gebäuden ab.

Von Richard Liechti* 

Winterthur ist eine ausgesprochene Wohnstadt. In keiner anderen grossen Schweizer Stadt klafft das Verhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Einwohnern so weit auseinander. Gleichzeitig verzeichnen Sie ein starkes Bevölkerungswachstum. Warum ist Winterthur als Wohnstadt derart beliebt?

Michael Künzle: Es ist eine Tatsache: Winterthur wächst, und zwar jedes Jahr um etwa 1500 Menschen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass wir mit über 115´000 Einwohnerinnen und Einwohnern zwar eine Grossstadt sind, aber eine sehr hohe Lebensqualität bieten. Wenn man nur schon schaut, wie grün diese Stadt ist, wie viele Parkanlagen sie hat und wie nah die Erholungszonen liegen! Ich denke aber auch an die Bildungs- und die Kulturstadt Winterthur. Und Winterthur ist ausgezeichnet erschlossen, liegt nah bei der Stadt Zürich und dem Flughafen. All diese Stärken tragen dazu bei, dass viele Menschen nach Winterthur ziehen wollen – was uns natürlich freut.

Trotzdem steht das Thema «Arbeitsplätze» ganz oben auf Ihrer Agenda.

Auf der anderen Seite ist es eben eine grosse Herausforderung, dafür zu sorgen, dass wir nicht nur Wohnstadt sind. Auch attraktive Arbeitsplätze gehören zur Lebensqualität. Deshalb möchten wir mehr Arbeitsplätze schaffen und dieses Ungleichgewicht korrigieren. Eine hohe Lebensqualität ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen.

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