„Solarkultur“: Damit die Sonne für Baukultur und Solarenergie scheint

„Solarkultur“: Damit die Sonne für Baukultur und Solarenergie scheint

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Sonnige Baukultur

Wie Gemeinden Solarenergie nutzen und dabei gleichzeitig auf die Baukultur Rücksicht nehmen, soll die dieser Tage vom Bundesamt für Kultur (BAK) herausgegebene Broschüre „Solarkultur“ aufzeigen. Sie veranschauliche, dass Planungen über grössere Gebietseinheiten gute Lösungen vereinfachten, teilt das BAK mit.

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Die Broschüre soll aufzeigen, wie sowohl Sonnenenergie als auch Baukultur berücksichtigt werden können.

Vor rund drei Jahren hatte das BAK ein interdisziplinäres Team unter der Leitung der Fachhochschule Genf (hepia) beauftragt, mögliche Wege aufzuzeigen, wie sich die Produktion von Solarenergie mit städtebaulich überzeugenden Lösungen vereinbaren lässt. In Zusammenarbeit mit den Ämtern für Energie, Denkmalpflege und Städtebau des Kantons Genf sowie der Stadt Carouge (GE) sei eine Methode entwickelt worden, die es erlaube, ein Maximum an Solarenergie zu produzieren und gleichzeitig eine hohe Baukultur zu ermöglichen, ist dazu in der Medienmitteilung des BAK zu lesen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt haben nun die Grundlage für die Broschüre „Solarkultur“ geliefert.

Mit einer kommunalen Solarstrategie werden für die verschiedenen Gemeindegebiete unterschiedliche Prioritäten festgelegt: So soll Solarenergie in erster Linie dort produziert werden, wo das Potenzial am grössten ist und am einfachsten genutzt werden kann. Laut BAK kommt die höchste Priorität kommt meist Arealen mit starker Neubautätigkeit, Industrie- sowie Gewerbegebieten zu. Solaranlagen könnten hier grossflächig auf Flachdächern installiert, aber auch in Fassaden integriert werden. Damit kann die Mehrproduktion in diesen Gebieten eine allfällige Minderproduktion in anderen, städtebaulich sensibleren Gebieten ausgleichen.

Des Weiteren zeigt die Publikation auf, wie Gemeinden ihre Vorbildfunktion mittels spezifischer Massnahmen wahrnehmen können. Dazu gehören etwa die Förderung partizipativer Geschäftsmodelle wie Solargenossenschaften oder aber auch Kooperationen mit Privaten und den lokalen Energiewerken. (mai/mgt)

Die Broschüre kann auf der Website des BAK heruntergeladen werden: www.bak.admin.ch