Kolumne zum Donnerstag: Bauen ist toll

Kolumne zum Donnerstag: Bauen ist toll

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Teaserbild-Quelle: libertyslens, Flickr, CC

In der Kolumne zum Donnerstag schreiben Exponenten der Branche über das, was sie bewegt. Heute ist es Sandra Burlet, stellvertretende Direktorin von Bauenschweiz, der Dachorganisation der Schweizer Bauwirtschaft.

Schreibmaschine, Schmuckbild.
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libertyslens, Flickr, CC

Schreibmaschine, Schmuckbild.

Aha, ihr seid für die vielen Baustellen verantwortlich», hörte ich schon mehrfach, wenn ich auf die Frage, wo ich arbeite, mit Bauenschweiz – der Dachorganisation der Schweizerischen Bauwirtschaft – antwortete. Das klingt dann bei den einen fast vorwurfsvoll. Sie assoziieren dies vermutlich mit von Baustellen verursachten Staus. Bei den anderen schwingt Begeisterung mit. Sie denken wahrscheinlich an prestigeträchtige Bauwerke.

Klar ist: Bauen bewegt und lässt niemanden kalt. Denn wenn gebaut wird, ist das weitherum sicht- und hörbar. Hier werden nicht wie beim Dienstleistungssektor virtuell Daten oder Worte hin und her geschoben, hier packen Männer und Frauen richtig an. Und vor Ort fährt lautstark grosses Geschütz auf.

Bauen ist toll! So sehen das auf alle Fälle meist die Kinder, die den Arbeitern mit ihren Helmen, dem Kran und den Baggern stundenlang zuschauen können. Ich sehe das genauso. Egal, ob bei Häusern, Tunnels, Brücken oder Strassen: Es fasziniert, was da entsteht und wie das vonstattengeht.

Unser Land ist ja gerade im Tunnel- und Brückenbau ganz grosse Klasse. Man denke an den vor gut eineinhalb Jahren eröffneten Gotthard-Basistunnel. Die Schweiz zeigt sich mit dieser neuen Nord-Süd-Verbindung von der allerbesten Seite. Der Gottardo hat uns international viel Ruhm und Anerkennung verschafft, und das zu Recht. Aber auch unzählige andere Bauwerke werden hierzulande laufend errichtet und eröffnet. Es vergeht kaum ein Quartal, in dem nicht eine Brücke, ein Tunnel oder ein Strassenabschnitt dem Verkehr übergeben wird. Und in Zentren und Städten werden preisgekrönte Gebäude erstellt, gefeiert und bezogen.

Verlassene Baustellen und begonnene, aber nie fertiggestellte Bauwerke sind bei uns äusserst selten anzutreffen. Bauruinen oder -skelette, wie wir sie vielleicht aus Ferieneindrücken kennen, existieren hierzulande kaum. Was in Angriff genommen wird, das wird fristgerecht fertig gebaut, bezogen und genutzt. Dass dies in den allermeisten Fällen reibungslos funktioniert, ist im Wesentlichen der Zuverlässigkeit der hiesigen Bauwirtschaft zu verdanken. Toll, was die unzähligen Fachleute auf den verschiedensten Baustellen immer wieder von neuem leisten. Ich arbeite jedenfalls gerne für diesen bedeutenden Wirtschaftszweig und bin stolz auf die Branche.

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Stellvertretende Direktorin von Bauenschweiz, der Dachorganisation der Schweizer Bauwirtschaft.

Stellvertretende Direktorin von Bauenschweiz.