Suva registriert wegen Corona einen Drittel weniger Unfälle

Suva registriert wegen Corona einen Drittel weniger Unfälle

Teaserbild-Quelle: © Kurt Michel, pixelio.de

Die wegen der Coronapandemie verhängten Einschränkungen haben zu einem Rückgang der Unfälle geführt. Bei der Suva sank die Zahl der Unfälle zwischen dem 16. März und dem 10. Mai im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent.

Strassentafel mit umgefallenem Bauarbeiter

Strassentafel mit umgefallenem Bauarbeiter

Der Rückgang der gemeldeten Unfälle mache rund fünf Prozent der üblicherweise in einem ganzen Jahr gemeldeten Unfälle aus, teilte der Unfallversicherer am Freitag in Luzern mit. Wie stark sich dies auf die Jahreszahlen 2020 auswirken werde, sei von der Dauer und der Intensität der Corona-Massnahmen abhängig.

Bei den Berufsunfällen spricht die Suva von einem markanten Rückgang in Folge der Corona-Massnahmen. Es sei geplant, die Prämien in der Berufsunfallversicherung dem gesunkenen Risiko entsprechend anzupassen. Sie arbeite diesbezüglich mit dem Schweizerischen Versicherungsverband und den übrigen Unfallversicherern zusammen.

Als weitere Massnahmen aufgrund der Coronapandemie nennt die Suva die Verlängerung von Zahlungsfristen und der Verzicht auf Mahnungen und Betreibungen. Auch ihren Mietern kommt die Suva nach eigenen Angaben entgegen.

Alle Versicherungszweige im Gleichgewicht

Die Suva weist für 2019 ein Betriebsergebnis von 57,5 Millionen Franken aus. Alle Versicherungszweige seien finanziell im Gleichgewicht, teilte das Unternehmen mit. Das Anlagevermögen sei per Ende 2019 von 50 auf 54 Milliarden Franken gestiegen.

Weil die Suva mit einer weiteren Senkung des technischen Zinssatzes rechnet, hat sie aus dem Anlageergebnis 2019 Rückstellungen in der Höhe von 2,2 Milliarden Franken gemacht. Damit soll verhindert werden, dass wegen der erwarteten Senkung des technischen Zinssatzes die Prämien erhöht werden müssen. Mit dem technischen Zinssatz wird die erwartete Verzinsung des Kapitals der Versicherten berechnet.

Im Gegensatz zu 2019 und 2020 wird es 2021 keine ausserordentliche Prämiensenkung mehr geben. Die Suva begründet dies mit der angespannten Lage auf den Kapitalmärkten. Mit dem positiven Betriebsergebnis 2019, den Rückstellungen und den Eigenmitteln sei die Suva gut auf die finanziellen Belastungen der Coronapandemie vorbereitet. (sda)