Zweitwohnungsbau soll eingedämmt werden

Zweitwohnungsbau soll eingedämmt werden

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Der Bau von Zweitwohnungen soll im Kanton Graubünden massiv eingeschränkt werden. Die Regierung hat eine entsprechende Anpassung des Richtplans verabschiedet.
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Dem Bau von Zweitwohnungen, die nicht bewirtschaftet werden, soll Einhalt geboten werden.
 
 
Der angepasste Richtplan „Erst- und Zweitwohnungen sowie touristische Beherbergung“ hat vor allem unbewirtschaftete Zweitwohnungen im Visier: er soll die Zunahme solcher Wohnungen künftig stark eindämmen. Bestehende Zweitwohnungen müssen durch aktive Vermietungen besser ausgelastet werden. Damit auf die unterschiedlichen Verhältnisse in den einzelnen Tourismusräumen angemessen eingegangen werden kann, setzt der Richtplan flexible Zielvorgaben: Innerhalb bereits bestehender Bauzonen soll der Zweiwohnungsbau in Zukunft auf 30 bis 50 Prozent der bisherigen Entwicklung beschränkt werden. Zudem sollen bei Neueinzonungen höchstens 30 Prozent des möglichen Nutzungsmasses für Zweitwohnungen zur Verfügung stehen.
 
Diesen Vorgaben sollen die Gemeinden bis spätestens 2013 Rechnung tragen. Dabei geht es um insgesamt 35 Gemeinden in Tourismusgebieten. Betroffen sind die Hauptzentren der grossen Tourismusräume und ihre umgliegenden Gemeinden; das Oberengadin, Flims/Laax, Lenzerheide/Arosa, Klosters/Davos sowie Scuol/Samnaun. Daneben betrifft es die übrigen Tourismusräume Tujetsch, Disentis/Muster, Obersaxen, Brigels, Splügen, Savognin und Mesocco.
 
Daneben soll der angepasste Richtplan helfen, bezahlbaren Wohnraum für Einheimische zu fördern. In vielen Tourismuszentren seien Wohnungen für die ortsansässige Bevölkerung wegen der starken Nachfrage nach Zweitwohnugngen kaum mehr erschwinglich, erklärt der Kanton dazu in einer Pressemitteilung. (mai/pd)