Zweitwohnungen sollen nicht voll besteuert werden

Zweitwohnungen sollen nicht voll besteuert werden

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Swissimage
Der Zürcher Kantonsrat will keine Eigenmietwertbesteuerung von Zweitwohnungen. Er lehnt dies zu 100 Prozent ab. Eine Parlamentarische Initiative von SP und Grünen wurde mit 110 zu 48 Stimmen nicht überwiesen.
Für selbst bewohntes Wohneigentum müsse ein Eigenmietwert versteuert werden, der bei 60 bis 70 Prozent des Marktwertes liegt. Es sei nicht sinnvoll, auch Zweitwohnungen, die oft leer stünden, steuerlich zu begünstigen. Dieser Ansicht sind Vertreter von der SP und den Grünen. Der Trend zu einer Zweitwohnung in städtischen Zentren und Agglomerationen sei stark im Zunehmen begriffen. Eine Besteuerung der rund 10'000 betroffenen Wohnungen zum vollen Marktwert sei durchaus gerechtfertigt. Schliesslich stünden lange leerstehende Wohnungen dem Ziel der haushälterischen Bodennutzung entgegen. Nicht nur in "Ferienkantonen" gebe es eine stärkere Besteuerung von Zweitwohnungen schon heute, führten die Initianten ins Feld.
 
Eine Mehrheit des Rats fand allerdings, dass die Differenzierung unnötig sei. Sie sei auch mit einem unverhältnismässigen Aufwand verbunden. Die Steuerämter müssten eine aufwendige individuelle Bewertung vornehmen, wandte Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) ein. Die Ressourcen der Steuerverwaltungen seien besser einzusetzen, forderte ein GLP-Vertreter. Seitens der SVP hiess, dass die von den Initianten erhoffte Wirkung  ohnehin kaum zu erzielen sei. (sda)
 
Swissimage
Quelle: 
Swissimage
Ferienort Bettmeralp im Wallis.