Zwei Türme für das Hardturm-Areal

Zwei Türme für das Hardturm-Areal

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen: HRS Real Estate AG

Das Siegerprojekt für ein Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal in Zürich heisst „Ensemble“ und wird von der HRS Investment AG sowie der Immobilienanlagegefässe Credit Suisse realisiert. Es umfasst das eigentliche Stadion, zwei Wohn- und Geschäftstürme sowie 173 Genossenschaftswohnungen.

Schon seit acht Jahren liegt das Hardturm-Areal brach. Mehrere Versuche zum Bau eines Stadions sind gescheitert. Die Stadt Zürich hat nun einen weiteren Anlauf genommen und ein neues Projekt vorgestellt. Aus einem Investorenwettbewerb ging „Ensemble“ der beiden Investoren HRS Investment AG und Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse als Sieger hervor.

Das Herzstück ist natürlich das neue Fussballstadion. Wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst, wird es eine maximale Kapazität von 18‘500 Zuschauern aufweisen und im Besitz der bereits gegründeten Stadioneigentümergesellschaft Stadion Züri AG sein. Diese wiederum vermietet es schlüsselfertig einer Stadionbetreibergesellschaft, die vom Grasshopper Club Zürich und dem FC Zürich gegründet wird. Die HRS Investment AG stellt die Finanzierung sicher.

Im Westen des Areals sind zwei Wohn- und Geschäftstürme geplant, die HRS im Auftrag der Credit Suisse entwickeln und realisieren wird. Der dazugehörige gemeinnützige Wohnungsbau wird in Zusammenarbeit mit der Allgemeinden Baugenossenschaft Zürich realisiert. Zu stehen kommen die 173 Genossenschaftswohnungen in einem Wohnkomplex im Osten des Areals. Geplant sind unterschiedliche Wohnungsgrössen sowie ein Doppelkindergarten mit Betreuungsräumen.

Die Architekten der drei Teilprojekte sind Pool Architekten, Caruso St John Architects und Boltshauser Architekten, die ihre Büros allesamt in der Limmatstadt haben.

Wann genau der erste Ball gekickt wird und die ersten Mieter in die Wohnungen einziehen, ist noch nicht klar. Zunächst wird das Siegerprojekt bis zur Bewilligungsfähigkeit weiterbearbeitet. Danach erstellt das siegreiche Team einen privaten Gestaltungsplan und handelt mit der Stadt die Baurechtsverträge aus. Beides muss vom Gemeinderat genehmigt werden. Wie es im Communiqué heisst, rechnet der Stadtrat auch mit einer Volksabstimmung. (mt/pd)

Die eingereichten Projekte aller fünf Bieterteams sind vom 13. Bis 23. Juli in den Wettbewerbsräumen des Amts für Hochbauten im Pavillon Werd ausgestellt