Zwei Milliarden Franken für die Nationalstrassen

Zwei Milliarden Franken für die Nationalstrassen

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Der Bund investiert dieses Jahr rund 1,95 Milliarden Franken in das Nationalstrassennetz. Davon fliessen rund 630 Millionen in den Bau neuer Abschnitte, 1,24 Milliarden werden für Ausbau und Unterhalt des bestehenden Netzes ausgegeben. 75 Millionen Franken kommen Projekten zur Beseitigung von Engpässen zugute.

Das Department für Umwelt Verkehr und Kommunikation (UVEK)  bewilligte die Bauprogramme 2015 nach den entsprechenden Kreditentscheiden im Parlament, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) am Dienstag mitteilte. Die Schwerpunkte bei den Neubauten liegen auf der Weiterführung begonnener Projekte. Dazu gehören unter anderem: die A9 im Oberwallis, die Transjurane (A16) in den Kantonen Bern und Jura, der Ost-Ast der Umfahrung Biel (A5)  sowie die Prättigauerstrasse (A28) im Kanton Graubünden, wo die Hauptarbeiten im Tunnel Küblis weiter geführt werden.  

Für diese Projekte stehen insgesamt 630 Millionen Franken zur Verfügung. Diese Mittel stammen aus dem Infrastrukturfonds. Die grössten Kredite wurden folgenden Kantonen zugeteilt: Wallis 260 Millionen, Bern 207 Millionen, Jura 81 Millionen, Graubünden 22 Millionen, Neuenburg 16 Millionen. Rund 73 Prozent des Kredits für die Netzvollendung fliessen in Projekte in der Romandie und im Wallis. Die Netzvollendung bleibe auch nach der Neuordnung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung (NFA) eine Verbundaufgabe zwischen Bund und Kantonen, schreibt das UVEK in seiner Medienmitteilung. Die Bauherrenaufgabe übernehmen weiterhin die Kantone, dem Astra komme die Oberaufsichtspflicht zu.

Für Ausbau und Unterhalt der in Betrieb stehenden Nationalstrassen hat das Parlament 1,239 Milliarden Franken bereitgestellt. Diese Gelder stammen aus der Spezialfinanzierung Strassenverkehr.  Dieses Jahr starten die Hauptarbeiten für die A2 BS Osttangente Basel,  die A2 BL/SO Sanierungstunnel Belchen, die A2 TI Airolo – Quinto, die A4 SZ Küssnacht – Brunnen, die A6 BE Rubigen – Thun, die A9 VS Ried-Brig – Schallbett, die A13 GR Chur Nord – Zizers und die A14 LU Rotsee – Buchrain. Ebenfalls zum Ausbau und Unterhaltsprogramm gehört der Umbau des Werkhof Bern.

Des weiteren werden die Hauptarbeiten fortgeführt: an der A1 VD/FR Faoug – Kerzers, der A2 NW Acheregg – Beckenried, der A4 SH Tunnel Galgenbuck, der A5 NE Colombier – Cornaux, der A9 VD Montreux – Roche, der A9 VS Sion und Umgebung sowie an der A13 GR Umfahrung Roveredo.

Für Projekte im Rahmen des Programms zur Engpassbeseitigung stehen 2015 total 75 Millionen Franken zur Verfügung. Diese Gelder werden hauptsächlich in den Sechsspur-Ausbau der Nordumfahrung Zürich (A1) investiert, für den erste Vorarbeiten ausgelöst werden können. (mgt/mai)

Umfassende Informationen zu allen grösseren Bauprojekten auf dem Nationalstrassennetz finden sich auf www.autobahnschweiz.ch .