Zwei am selben Ort sind einer zuviel

Zwei am selben Ort sind einer zuviel

Gefäss: 
Die BKW wollen am Sousbach bei Lauterbrunnen ein Elektrizitätswerk bauen. Allerdings haben auch die Elektrizitätswerke Lauterbrunnen (EWL) zusammen mit der Axpo das Gewässer als idealen Standort für ihr eigenes Projekt ausersehen. Dies berichtet „Der Bund“ in seiner heutigen Ausgabe.
 
Die BKW sind ihren Konkurrenten aber eine Nasenlänge voraus: Wie aus ihrer Medienmitteilung hervor geht, hat sie bereits beim Amt für Wasser und Abwasser (AWA) ein Konzessiongesuch eingereicht. Das EWL habe hingegen erst eine Konzessionsanfrage gestellt, heisst es in der Zeitung. Das BKW plant am Sousbach eine Anlage, die rund 25 Gigawattstunden pro Jahr produziert und rund 36 Millionen Franken kosten soll. Die Axpo und die EWL wollen laut dem „Bund“ hingegen in eine Anlage investieren die 17,5 Gigawattstunden erzielt und 25 Millionen kosten soll.
 
Das Krux an der Sache: Gemäss AWA kann nur ein Kraftwerk am Sousbach errichtet werden. Wie im Artikel weiter zu lesen ist, kommt es es vermehrt zu Projekten am gleichen Standort, weil seit Beginn letzten Jahres Produzenten von erneuerbarem Strom etwa aus kleinen Wasserkraftwerken, Photovoltai oder Windenergie eine Kosteneinspeisevergütung für den von ihnen ins Netz abgegebenen Strom erhalten. Allerdings sei die KEV begehrt, der Bund habe nicht alle Gesuche berücksichtigen können.
 
Auf Anfrage der Zeitung, weshalb BKW und EWL nicht zusammen arbeiten, erklärte BKW-Antonio Dommavilla, dass man der EWL wiederholt eine Partnerschaft angeboten habe. Derauf meinte man den EWL, die BKW habe sich erst im Herbst 2009 offiziell gemeldet, als sie von den Kontakten zwischen EWL und Axpo gehört habe. Mit der Konzession rechnet man im nächsten Jahr. (mai)