Zusätzlicher Platz für Bauabfälle

Zusätzlicher Platz für Bauabfälle

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Der revidierte, kantonale Sachplan „Abbau, Deponie, Transporte“ (ADT) wurde diese Woche vom Berner Regierungsrat in Kraft gesetzt. Sein Schwerpunkt liegt auf Deponiereserven für Aushubmaterial und Bauabfälle sowie auf der regionalen Standortplanung.
 
In erster Linie richtet sich der Plan an die öffentlichen Planungsträger und das Abbau- und Deponiegewerbe. Er soll die planerischen Voraussetzungen für eine langfristige Versorgung mit Baurohstoffen schaffen. Dies gilt vor allem für Kies und für die Entsorgung von Bauabfällen.
 
Im Gegensatz zum vorhergehenden Plan macht der neue genauere Anweisungen dazu, wie ein regionaler Richtplans erarbeitet werden soll und verlangt eine sorgfältige Interessenabwägung bei der Festlegung von Deponiestandorten. Neu sind auch präzisere Angaben zum Umgang mit Vorhaben im Wald und Grossprojekten. Was den Wald betrifft, steht sein Schutz bei der Interessenabwägung im Vordergrund, wenn der Flächenverbrauch eines Abbauvorhabens gross oder vielmehr die Bodennutzungseffizienz gering ist. Auch für Grossprojekte gibt der Sachplan Anweisungen, vor allem was die Koordination mit den regionalen Richtplanungen Abbau und Deponie und dem Kanton anbelangt.
 
Zudem wurde das Thema „Umgang mit Material aus Naturereignissen“ hinzugefügt: Unter anderem gibt der Sachplan vor, wie das später anfallende Materials bereits beim Bau eines bedeutenden Geschiebesammlers verwertet und entsorgt werden soll. Damit muss die regionale Richtplanung die nicht verwertbaren Geschiebemengen neu in ihre Deponieplanung einzubeziehen.
 
Eine weitere wesentliche Änderung weist der Sachplan ADT auch bei den Vorgaben zur Bemessung und zum Umfang regionaler Abbaureserven auf. Neu basieren die Richtmengen für die Reservensicherung auf den in der Region tatsächlich abgebauten Materialmengen – und nicht mehr auf einem vorgegebenen Richtwert. (mai/mgt)