Zug: Pläne für Technologie-Cluster kommen ins Parlament

Zug: Pläne für Technologie-Cluster kommen ins Parlament

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Teaserbild-Quelle: Bilder Hosoya Schäfer Architects AG, Zürich

Auf dem Stammareal der V-Zug soll ein neuer Stadtteil mit Arbeitsplätzen in Industrie, Forschung, Entwicklung und Dienstleistung sowie Wohnungen entstehen – ein Technologie-Cluster. Die entsprechende „Gebietsplanung Technologie-Cluster Zug“ kommt im Herbst ins Parlament.

Das heutige Produktionsgelände der V-Zug AG an der Industriestrasse soll in Zukunft konzentriert werden. Das schafft Raum für Neues: weitere produzierende Firmen, Start-ups, Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen und industrienahe Nutzer aus den Bereichen Gewerbe und Dienstleistungen. Auch betriebsnaher Wohnraum fehlt nicht. Platz ist genügend vorhanden: Das Areal umfasst eine Fläche von knapp 83‘000 Quadratmetern und liegt ausserdem im Verdichtungsgebiet des kantonalen Richtplans. Ein Technologie-Cluster soll hier entstehen, schreibt die Stadt. Grundlage dafür ist die „Gebietsplanung Technologie-Cluster Zug“, die der Stadtrat für die Beratung im Parlament verabschiedet hat. Dort soll nach den Sommerferien die erste Lesung stattfinden. Die zweite Lesung ist für Frühling 2018 geplant. Dazwischen findet die öffentliche Auflage statt. Geht alles glatt, könnte die Vorlage nächsten Sommer genehmigt werden. Sie umfasst nötige Anpassungen der Bauordnung und des Zonenplans, den Bebauungsplan sowie den Umweltverträglichkeitsbericht.

Auch Hochhäuser vorgesehen

Der Bebauungsplan sieht acht Baufelder vor. Für jedes werden die Begrenzungslinien und maximal mögliche Höhen festgelegt. Das Bauvolumen auf dem gesamten Areal beträgt maximal 990‘000 Kubikmeter. Mindestens ein Drittel davon muss für Produktion und Logistik verbaut werden. Weitere Nutzungen sind Dienstleistungen, Gewerbe und Wohnungen. Allfällig geplante Hochhäuser dürfen laut Mitteilung eine Höhe von 50 Metern nicht überschreiten – bis auf ein einziges Gebäude an der Baarerstrasse: Dieses darf 60 Meter hoch sein.

Was genau auf den Baufeldern realisiert wird und wie die baulich-architektonische Gestaltung aussieht, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Aber die Stadt ist überzeugt: „Die unterschiedlichen Nutzungen und die Etappierung der einzelnen Bauprojekte über mehrere Jahrzehnte werden für die notwendige bauliche Vielfalt sorgen.“ Zumal die Stadt für alle künftigen Bauprojekte auf diesem Areal eine Pflicht zu Architekturwettbewerben vorschreibe.

Geplant wird auf dem V-Zug-Areal schon lange. Der ursprüngliche Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1980 und wurde seither immer wieder angepasst. Was jetzt dem Parlament vorgelegt wird, beruht auf einem umfangreichen Gesamtkonzept, das 2013 aus einem Studienplanungsverfahren hervorgegangen war. Die Jury empfahl damals die Studie des Büros Hosoya Schäfer Architects AG aus Zürich zur Weiterempfehlung.

Standort mit Zukunft

Dass die V-Zug AG respektive deren Mutterfirma Metall Zug AG in den jetzigen Standort investieren und ihn stärken will, wird vom Stadtrat begrüsst, wie es in der Mitteilung heisst. Damit schaffe man gemeinsam die Voraussetzungen für einen Industriestandort der Zukunft. „Das Gelände der V-Zug AG kann mit dieser Planung langfristig als Produktionsstandort gesichert und ausgebaut werden.“ Der Technologie-Cluster stärke mit seinen verschiedenen Nutzungen die Entwicklung der V-Zug sowie den Lebens- und Wirtschaftsraum Zug nachhaltig. (mt/sda)