Zug an der Spitze

Zug an der Spitze

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Teaserbild-Quelle: Foto: Baikonur / wikimedia.org
Der Kanton und die Stadt Zug sind punkto Nachhaltigkeit die Nummer Eins. Das geht aus der neusten Erhebung des Bundes hervor, mit der dieser alle zwei Jahre Kernindikatoren der nachhaltigen Entwicklung von Kantonen und Städten vergleicht. Die regelmässige Standortbestimmung soll als Orientierungshilfe für allfällige Verbesserungen dienen.
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Blick vom Zugerberg auf Zug und Steinhausen.

20 Kantone und 18 Städte haben anhand eines Indikatoren-Sets erhoben, wie nachhaltig ihre Entwicklung verläuft. Dies taten die Kantone bereits zum fünften, die Städte zum dritten Mal seit 2005 nach dem umfassenden Ansatz des „Cercle Indicateurs“ (siehe Kasten). Das Bundesamt für Raumentwicklung ARE unterstützt diese Erhebungen, um die nachhaltige Entwicklung in Kantonen und Gemeinden zu fördern und die Fortschritte messbar zu machen. Die Daten erlauben einen Vergleich punkto Nachhaltigkeit zwischen den teilnehmenden Kantonen beziehungsweise Städten. Dabei lassen sich nicht nur die Werte einzelner Indikatoren miteinander und über die Jahre hinweg vergleichen, sondern auch die einzelnen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung – Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft – und bei Einwilligung der Teilnehmer auch deren Gesamtwerte.

Stärken und Schwächen erkennen

Dieses Mal waren es 11 der 20 beteiligten Kantone sowie 12 der 18 Städte, die den Gesamtwert, den so genannten „aggregierten Benchmark“, ermitteln liessen. Bei den Kantonen hat Zug zum zweiten Mal in Folge die beste Gesamtbewertung erreicht, insbesondere aufgrund der Werte in den Bereichen Umwelt und Wirtschaft. Mit seinem guten Abschneiden in der Dimension Gesellschaft sicherte sich Basel-Landschaft den zweiten Rang. Bei den Städten erzielte Zug den besten Gesamtwert; dies aufgrund seiner sehr guten Werte im Bereich Gesellschaft. „Beim Gebot der Nachhaltigkeit geht es um den langfristigen Erhalt der Lebensgrundlagen und der Lebensqualität", erläutert der Zuger Baudirektor Heinz Tännler. „Dazu braucht es mehr als Umwelt- und Ressourcenpolitik. Es gilt auch wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen angemessen Rechnung zu tragen.“ Die vorliegende Erhebung gibt detailliert Aufschluss über die Stärken und Schwächen der Kantone und Städte in den Themen der nachhaltigen Entwicklung. Nun liegt es an den teilnehmenden Kantonen und Städten für Bereiche mit Verbesserungspotenzial Massnahmen abzuleiten. (gd/mgt)

Cercle Indicateurs

Ab 2003 erarbeitete das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) gemeinsam mit den Bundesämtern für Statistik (BFS) und Umwelt (BAFU) sowie mit einer wachsenden Anzahl von Städten und Kantonen in der Arbeitsgruppe «Cercle Indicateurs» das Indikatorenset «Kernindikatoren der Nachhaltigen Entwicklung». Die Kantone führen alle zwei Jahre eine Erhebung zu 34 Themen der Nachhaltigkeit durch, die Städte alle vier Jahre. Das erste Indikatorenset aus dem Jahr 2005 wurde inzwischen optimiert, wobei verschiedene Indikatoren neu definiert wurden. Seit 2008 ist das Bundesamt für Statistik mit dem Indikatorensystem, der Verarbeitung der Daten und der Publikation der Indikatoren betraut.

Folgende Kantone und Städte haben an der Erhebung 2013 teilgenommen:

Kantone: AG*, BE, BL*, BS*, FR, GE, GR, JU, LU*, SG, SH*, SO, SZ*, TG, TI*, UR*, VD, VS*, ZG*, ZH*

Städte: Baden*, Biel-Bienne*, Bülach*, Burgdorf*, Genf, Illnau-Effretikon*, Lancy, Lausanne, Luzern*, Nyon*, Olten*, Onex, Schaffhausen*, St. Gallen*, Winterthur*, Yverdon-les-Bains, Zürich, Zug*

*Teilnahme am aggregierten Benchmarking