Zürichs ältestes Strandbad wird erneuert

Zürichs ältestes Strandbad wird erneuert

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Das älteste Strandbad der Stadt Zürich erhält ein kleines Lifting: In der „Badi“ Mythenquai werden der Restaurant-Pavillon ersetzt und die Uferzone saniert. Im Spätsommer starten die Bauarbeiten. – Der Architekturwettbewerb für das kleine Projekt hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt.
 
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So stellen sich die Architekten den neuen Pavillon des Badi-Restaurants vor.
 
Die 50er-Jahre lassen grüssen. Ein bisschen nostalgisch wirkt der neue Restaurantpavillon, der im Strandbad Mythenquai zu stehen kommen soll. Entworfen haben ihn die Architekten von Elia Malevez + Spiro-Gantenbein. Neben dem Neubau werden die Uferzone der 1922 eröffneten Anlage saniert und die Liegewiese vergrössert. Die Bauarbeiten starten kommenden September. Vor den Sommerferien 2014 soll das Restaurant in Betrieb gehen. - Bevor es so weit ist, muss der alte Pavillon aber erst noch rückgebaut werden. Das 1976 errichtete Gastrogebäude weist laut Hochbaudepartement inzwischen erhebliche betriebliche und bauliche Mängel auf. Der Erneuerungsbedarf sei „umfassend“. Insgesamt kostetet das Projekt knapp 7,5 Millionen Franken.
 
Im Vorfeld hatte der neue Pavillon für Ärger gesorgt. Grund war das aufwendige Wettbebwerbsverfahren, das den Architekten vorschrieb, mit Landschaftsarchitekten und Künstlern zusammenzuarbeiten sowie ihnen überdies nahe legte, einen Gastroberater beizuziehen. Insgesamt waren 138 Wettbewerbsbeiträge eingereicht worden, die von einer zwölfköpfigen Jury beurteilt wurden, deren Mitglieder sich aber nicht auf ein Siegerprojekt einigen konnten. Dies berichtete die Architekturzeitschrift „Hochparterre“ vergangenen September. Erst nach einer Überarbeitung habe der Sieger festgestanden. Das Verfahren kostete 320'000 Franken oder rund sieben Prozent der geplanten Baukosten von 4,5 Millionen Franken, hatte das „Hochparterre“ damals nachgerechnet. – Immerhin verschlankte die Stadt in der Folge das Wettbewerbsverfahren für Kleinprojekte. Unter anderem bedarf es seitens der Architekten keiner aufwendigen Kosten- und Energieberechnung mehr, Testprojekt sowie detaillierte Vorprüfung fallen ebenfalls weg. (mai)