Zürich: Wohnraum für 2000 Menschen geplant

Zürich: Wohnraum für 2000 Menschen geplant

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Teaserbild-Quelle: Illustrationen: Matthias Gnehm

Die Testplanung für das rund 6,5 Hektaren grosse städtische Areal an der Thurgauerstrasse in Zürich-Nord ist abgeschlossen. Das daraus hervorgegangene städtebauliche Konzept sieht dort nun gemeinnützige Wohnungen für rund 2000 Menschen, Gewerberäumlichkeiten sowie ein Schulhaus und ein öffentlicher Platz mit Quartierpark vor.

Es ist eine der grössten Landreserven der Stadt Zürich: das Areal Thurgauerstrasse West in Leutschenbach. Wie die Stadt Zürich nun mitgeteilt hat, soll dort ab 2023 ein neuer, lebendiger Quartierteil für rund 2000 Bewohner entstehen. Das aus dem Testplanungsverfahren hervorgegangene städtebauliche Konzet des Teams um Meili Peter Architekten bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Gebiets.

Das Konzept schlägt verschieden grosse Baufelder mit einer geschlossenen Bebauung entlang der Thurgauerstrasse vor. Drei Hochhäuser mit je 60 Metern, zwei weitere mit je 30 Metern und dahinter liegende Querbauten und Höfe zwischen den Gebäudeteilen sollen demnach nicht nur klassische Wohnungen ermöglichen, sondern eignen sich laut Mitteilung auch für neue Wohnformen wie etwa grosse Clusterwohnungen. Angestrebt werde ein vielfältiges Angebot an gemeinnützigen Wohnungen durch verschiedene Bauträger, heisst es.

Durchmischt

Die Baustruktur entlang der Thurgauerstrasse mit dem vorgelagerten Boulevard schafft einen Gewerbesockel in den Erdgeschossen, der gute Bedingungen für ganz verschiedene Nutzungen bietet. Diese sollen massgeblich zur Belebung des neuen Quartierteils beitragen.

Ebenfalls geplant ist ein neues Schulhaus. Platziert ist es in Richtung Zentrum Oerlikon und soll Schulraum für die Kinder der im Bau befindlichen Siedlungen Leutschenbach-Kopf und -Mitte sowie für diejenigen der neuen Siedlung zur Verfügung stellen. Vorgesehen ist ausserdem, dass im Schulkreis Glattal wohnhafte Schüler das neue Schulhaus nutzen. Die Aussenanlagen wie Pausenplatz, Allwetterplatz und Spielplatz werden in unmittelbarer Nähe zum Schulhaus platziert und sollen ausserhalb der Schulzeiten dem Quartier zur Verfügung stehen.

Des Weiteren sind auf dem gesamten Areal verschiedene Freiräume konzipiert. Ein öffentlicher Platz etwa stellt den Eingang zum neuen Quartier dar und soll Begegnungs- und Spielort werden. Für das Gewerbe soll er Aussenfläche für verschiedene Nutzungen bieten. Ein vom Platz aus nach Westen hin ansteigender Landschaftspark ist in erster Linie für die Erholung gedacht und soll die Einfamilienhausquartiere entlang der Grubenackerstrasse verbinden.

Gestaltungspläne noch diesen Sommer

Die Erarbeitung der zonenrechtlich verbindlichen Gestaltungspläne für Schule und Quartierpark sowie Wohnen und Gewerbe erfolgt noch diesen Sommer. Nach einem öffentlichen Mitwirkungsverfahren sowie dem anschliessenden Genehmigungsverfahren sollen die Pläne gemäss Mitteilung voraussichtlich 2018 in Kraft gesetzt werden. Die jeweiligen Architekturwettbewerbe für die verschiedenen Projekte sind für 2017/2018 geplant, der Bezug der bauten ab 2023. (pd/mt)