Zürich-West wächst in die Höhe

Zürich-West wächst in die Höhe

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Teaserbild-Quelle: Bild: Luca Zanier

Der Architekturwettbewerb für die Erneuerung des Tramdepots Hard beim Escher-Wyss-Platz ist entschieden. Das Siegerprojekt „Berta“ – eine Zusammenarbeit aus drei Büros – sieht eine Wohnsiedlung mit zwei Hochhaustürmen für 221 Wohnungen vor.

Zwölf Teams haben am Architekturwettbewerb für die Planung des Depots Hard teilgenommen. Die Aufgabe umfasste die Planung einer Wohnsiedlung über der Tramhalle, die Erschliessung, die hohe bauliche Dichte, die lärmexponierte Lage und der Schattenwurf. Wie die Stadt mitteilt, hat ein Team aus drei Büros die beste Lösung erarbeitet: Morger Dettli Architekten AG aus Basel, Schönholzer + Staufer Landschaftsarchitekten BSLA aus Rihen und Ulaga Partner AG aus Basel.

Das Team schlägt zwei Hochhaustürme vor, die künftig das Tor zu Zürich-West betonen und mit den Escher-Terrassen und dem Swisscom-Tower ein Ensemble bilden sollen. Zur Belebung des Erdgeschosses sind Gewerbeeinheiten und Betriebsräume geplant. Limmatseitig schlagen die Architekten ausserdem ein Restaurant vor. Sorgfältig gestaltete Freiräume sowie Übergänge zu Limmatuferweg und Ampèresteg sollen das Quartier mit dem Flussraum verbinden.

Gefordert hatte die Stadt 184 Wohnungen. Doch dank der vorgeschlagenen Hochhausvariante bringt das Siegerteam 221 Wohnungen unter. 180 sollen sich in den Türmen konzentrieren. Maisonettewohnungen sowie vier grosse Satellitenwohnungen und ein Gemeinschaftsraum flankieren längsseitig den Wohnhof über der Tramdepothalle.

Der von den Architekten vorgeschlagene Ersatzneubau der Halle schafft Platz für rund 24 Fahrzeuge der neuen Generation, schreibt die Stadt. Die zentrale Lage ermögliche es, mittelfristig die bestehenden Tramfahrzeuge sowie die längeren Niederflurfahrzeuge der neuen Tramgeneration mit 43 Metern Länge aufzunehmen. Ein Abriss der bestehenden Halle kam nicht in Frage, da sie denkmalgeschützt ist.

Für das Gesamtprojekt waren Kosten von rund 148 Millionen Franken vorgegeben. Weil das Siegerprojekt nun aber mit mehr Wohnraum aufwartet, steigen auch die erwarteten Kosten auf rund 162 Millionen Franken.

Der Gemeinderat will im Jahr 2017 über den Objektkredit entscheiden, die Volksabstimmung ist für 2018 vorgesehen, die Fertigstellung für 2020. (pd/mt)