Zürich: SBB geben drei Entwicklungsareale frei

Zürich: SBB geben drei Entwicklungsareale frei

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Teaserbild-Quelle: Bilder: © SBB CFF FFS

Die SBB benötigen die drei zentral gelegenen Areale Neugasse, Werkstadt und Hardfeld in Zürich nicht mehr und wollen sie öffnen. Die rund 140‘000 Quadratmeter sollen zu Lebensräumen für Wohnen, Logistik und Gewerbe weiterentwickelt werden.

Drei Areale der SBB an den Bahngleisen in der Stadt Zürich werden nicht mehr für den Bahnbetrieb gebraucht und sollen für eine Neubebauung geöffnet werden. Im Dialog mit dem Stadtrat hat das Unternehmen die strategischen Eckwerte für die langfristige Weiterentwicklung erarbeitet. Dem sei ein "zähes Ringen" vorausgegangen, hiess es an einer Medienkonferenz von beiden Seiten. Insgesamt umfassen die frei werdenden Gebiete 140‘000 Quadratmeter. SBB und Dritte wollen rund 1,8 Milliarden investieren.

Areal Neugasse: Heute steht hier die Reparaturwerkstadt der SBB. Nun soll auf den 30'000 Quadratmetern ein neuer Stadtteil für rund 900 Personen entstehen. Ein Viertel der Fläche wird für Gewerbe, Grünflächen und öffentliche Plätze genutzt, drei Viertel für den Wohnungsbau, wovon ein Drittel im gemeinnützigen Wohnungsbau entsteht. Bis 2018 sollen die Planungsgrundlagen erarbeitet werden. Die Neubebauung ist ab 2022 vorgesehen. Wie genau der Raum genutzt werden soll, wird nächstes Jahr mit einem Planungsverfahren konkretisiert, und zwar mit einer breit angelegten öffentlichen Beteiligung. Die SBB suchten das Gespräch mit dem Quartier und den zukünftigen Nutzern, sagte Jürg Stöckli, Leiter SBB Immobilien. Diese sollen an Workshops oder im Internet mitreden können, welche Wohn- oder Gebäudeformen realisiert werden.

Areal Werkstadt: Auf diesem Gebiet schwebt den SBB ein Zentrum für urbane Produktion, Start-ups und Kreativwirtschaftsbetriebe vor; eine „Werkstadt für das 21. Jahrhundert“, wie sie es nennen. Die ersten Nutzungen sollen bereits im kommenden Jahr erfolgen. Komplett freigestellt ist das Areal allerdings erst 2026. Die Transformation verlaufe innerhalb der geltenden Grundzonierung, hiess es. Wie das Profil der künftigen Nutzergemeinschaft aussehen soll, wird ab Anfang 2017 in Diskussionen mit interessierten Nutzergruppen erarbeitet.

Areal Hardfeld: Die heutigen Entsorgungs-, Logistik- und Lagerflächen sollen optimiert und verdichtet werden. Konkret ist zurzeit jedoch erst wenig. Möglichkeiten für Veränderungen entstünden zwischen 2022 und 2031, hiess es. Doch die Planung werde – im Rahmen der gültigen Grundzonierung und des Richtplans – weiter vorangetrieben. Was die Arealprofilierung betrifft, müssen zunächst gemeinsam mit der Stadt „Grundsatzfragen bezüglich des künftigen Potenzials einer städtischen Güterlogistik an diesem Ort“ geklärt werden. (mt/pd/sda)