Zürich: Erneuerungsquote von Wohnbauten über Schweizer Durchschnitt

Zürich: Erneuerungsquote von Wohnbauten über Schweizer Durchschnitt

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Teaserbild-Quelle: Grafiken zvg

Das bundesweite Gebäudeprogramm, das die Förderung von energetischen Sanierungen bezweckt, geht von einer Erneuerungsquote bei Wohnbauten von etwa einem Prozent aus. In der Stadt Zürich liegt diese Quote heute bei fast zwei Prozent.

Basis für die Berechnung der Wohnbau-Erneuerungsquote der Stadt Zürich ist der Wohnungsbestand von rund 190'000 am Ende des Jahres 2000. Bis letztes Jahr wurden von diesem Bestand insgesamt 34'577 Wohnungen umgebaut, wie es in einer Mitteilung heisst. Weitere 7486 Wohnungen wurden komplett abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Zusammen entspreche dies einer mittleren jährlichen Erneuerungsquote von 1,48 Prozent. Die Ersatzneubauquote liegt bei 0,26 Prozent, jene der Bestandserneuerungen bei 1,22 Prozent. «Der Trend ist dabei klar ansteigend mit einem Höhepunkt zwischen 2010 und 2014», schreibt die Stadt. Heute liege die Erneuerungsquote nahe bei zwei Prozent.

Besonders häufig erneuert werden Gebäude der öffentlichen Hand und von Wohnbaugenossenschaften. Die Quote liegt bei mehr als zwei Prozent. Selten erneuert werden hingegen Wohnungen im Stockwerkeigentum (0,6 Prozent). Stockwerkeigentum wird ausserdem kaum abgebrochen. Anders bei den Wohnbaugenossenschaften: Sie haben in den letzten Jahren viele alte Siedlungen durch neue ersetzt. «Entsprechend war jede dritte erneuerte Genossenschaftswohnung ein Ersatzbau», heisst es in der Mitteilung.

Eine grosse Rolle bei der Erneuerung von Wohnbauten spielt das Alter der Gebäude. So weisen Wohnungen aus den 70er-Jahren die höchste Erneuerungsquote aus. Denn diese sind heute oftmals in einem Alter, wo naturgemäss die erste umfassende Erneuerung ansteht. Diese Bauten werden selten abgebrochen, sondern fast ausschliesslich erneuert. Anders sieht es bei noch älteren Wohnungen aus. Bauten aus den 40er-Jahren werden laut Mitteilung häufig komplett ersetzt. (mt/pd)